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Online-Video-Handbuch · Lernen

Online-Video-Handbuch AutoCAD P&ID – Anwendung

Alle Funktionen von AutoCAD P&ID Schritt für Schritt – mit bewegten Bildern statt Abbildungen. Jedes Bild zeigt den Ablauf im Programm, ein Klick öffnet den Film mit Ton an der passenden Stelle. Dazu die verfahrenstechnischen Hintergründe und die häufigsten Fragen aus unseren Schulungen.

Stand: 2026-10-28 · 14 Kapitel · 49 Abschnitte · bewegte Bilder ohne Ton

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Kapitel 0 · Das Übungsprojekt1 Abschnitt

Kapitel 0 · Das Übungsprojekt

0.1 Das Übungsprojekt – das R&I einer kleinen Produktanlage

Durch dieses Handbuch zieht sich ein durchgehendes Übungsprojekt: das R&I-Fließschema [Projektnr]-RI-0001 aus dem Projektseminar. Am Ende der passenden Abschnitte steht der Kasten Im Übungsprojekt mit den Werten, die Sie eingeben. Das Bild zeigt den Soll-Stand als Verbindungsschema.

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↑ Inhalt

Kapitel 1 · Grundlagen3 Abschnitte

Kapitel 1 · Grundlagen

1.1 Fließbildarten und Detailtiefe

Ein Fließbild zeigt eine verfahrenstechnische Anlage in schematischer Form. Je nach Planungsphase unterscheidet man drei Stufen mit zunehmender Detailtiefe: Grundfließschema, Verfahrensfließschema und Rohrleitungs- und Instrumentenfließschema (R&I-Fließschema, engl. P&ID). AutoCAD P&ID ist für die dritte Stufe gemacht: Jedes Symbol ist dort nicht nur Grafik, sondern ein Objekt mit Daten.

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Kapitel 1 · Grundlagen

1.2 Nummerierung und Kennzeichnung

Jeder Apparat, jede Rohrleitung und jede PLT-Stelle erhält im R&I-Fließschema ein eindeutiges Kennzeichen (im Programm: Tag). Wie es aufgebaut ist und wie nummeriert wird, legen Sie am besten fest, bevor das erste Symbol gesetzt wird – so bleibt die Nummerierung von Anfang an einheitlich.

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Kapitel 1 · Grundlagen

1.3 Wie geht man bei einem R&I-Fließschema vor?

AutoCAD P&ID bringt Normsymbole, automatische Nummerierung und Beschriftung, eine Validierung und den Excel-Export und -Import mit. Damit das alles greift, kommt es auf die Reihenfolge an: erst das Projekt einrichten, dann Apparate, dann Rohrleitungen, dann die Einbauten – und am Ende prüfen.

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Kapitel 2 · Projekt anlegen4 Abschnitte

Kapitel 2 · Projekt anlegen

2.1 Neues Projekt anlegen

In AutoCAD P&ID wird immer in einem Projekt gearbeitet: Alle Zeichnungen, Einstellungen und die Projektdatenbank liegen gemeinsam in einem Projektordner. Ein neues Projekt legen Sie mit dem Projektassistenten an – entweder mit den Autodesk-Standardeinstellungen oder auf Basis eines Vorlageprojekts mit firmenspezifischen Einstellungen.

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Kapitel 2 · Projekt anlegen

2.4 Projekt aus einer älteren Version migrieren

Sie möchten ein Projekt, das mit einer älteren Version angelegt wurde (z. B. vor 2022), in der aktuellen Version weiterbearbeiten. Beim Öffnen führt ein Assistent durch die Migration. Mit einer Sicherung vorab und einer kurzen Kontrolle danach geht das sicher.

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Kapitel 2 · Projekt anlegen

2.2 Projektvorkonfiguration

In der Projektkonfiguration (im Programm: Projekteinrichtung) hinterlegen Sie die Basisdaten des Projekts: Projektdetails, Zeichnungseigenschaften, das Format der Zeichnungsnamen und projektübergreifende Berichte. Diese Einstellungen sind optional – gezeichnet werden kann auch ohne sie. Sie zahlen sich aber spätestens beim Schriftkopf und bei den Listen aus.

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Kapitel 2 · Projekt anlegen

2.3 Projektstruktur und Zeichnungen anlegen

Der Projekt-Manager ist das Fenster zur Projektdatenbank. Hier gliedern Sie das Projekt in Ordner und legen die Zeichnungen an – nie über den Windows-Explorer und nie als freie DWG außerhalb des Projekts. Nur so gehören die Zeichnungen zum Projekt und ihre Daten in die gemeinsame Datenbank.

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Kapitel 3 · Arbeitsumgebung3 Abschnitte

Kapitel 3 · Arbeitsumgebung

3.1 Arbeitsbereich, Schnellzugriff, Paletten

Bevor Sie zeichnen, lohnt es sich, die Oberfläche einmal einzurichten: den passenden Arbeitsbereich, die Menüleiste und die drei wichtigsten Paletten – Projekt-Manager, Werkzeugpalette und Eigenschaftenpalette. Gespeichert als eigener Arbeitsbereich, bleibt diese Anordnung erhalten.

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Kapitel 3 · Arbeitsumgebung

3.2 Die wichtigsten Optionen

In den Optionen stellen Sie AutoCAD P&ID auf Ihre Arbeitsweise ein: Farben und Anzeige, automatisches Speichern, die rechte Maustaste und das Verhalten beim Auswählen. Die meisten Einstellungen sind Geschmackssache – einige sparen im P&ID aber viel Ärger.

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Kapitel 3 · Arbeitsumgebung

3.3 Hilfen für das genaue Zeichnen

R&I-Fließschemata werden im Raster gezeichnet. Dafür sorgen die Hilfen für das genaue Zeichnen in der Statusleiste rechts unten – vor allem der Fangmodus mit 2,5 mm, die dynamische Eingabe und ein auf das P&ID abgestimmter Objektfang.

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Kapitel 4 · Apparate4 Abschnitte

Kapitel 4 · Apparate

4.1 Apparate platzieren und Tag zuweisen

Apparate und Maschinen – Behälter, Kolonnen, Wärmeübertrager, Pumpen – sind die Fixpunkte jedes R&I-Fließschemas. Sie werden zuerst gesetzt, danach werden die Rohrleitungen an sie angeschlossen. In der Werkzeugpalette stehen sie auf der Registerkarte Apparate (je nach Projektvorlage Ausrüstung, engl. Equipment); im Text dieses Handbuchs sprechen wir von Apparaten.

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Kapitel 4 · Apparate

4.2 Beschriften

Eine Beschriftung in AutoCAD P&ID ist kein einfacher Text, sondern zeigt Eigenschaften des Objekts aus der Projektdatenbank an. Ändert sich ein Wert, ändert sich die Beschriftung mit. Sie merkt sich außerdem ihre Lage zum Objekt und wandert beim Verschieben mit. Ein normaler AutoCAD-Text (MText) kann das nicht und erscheint in keiner Liste.

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Kapitel 4 · Apparate

4.3 Kopieren, austauschen, verschieben

Für P&ID-Objekte gelten alle AutoCAD-Befehle: Kopieren, Verschieben, Drehen, Spiegeln. Kopierte Objekte werden sauber in die Projektdatenbank geschrieben. Ihre Eigenschaften werden dabei mitkopiert, auch der Tag. Sie möchten ein anderes Symbol? Es lässt sich gegen ein anderes derselben Kategorie tauschen, Tag und Daten bleiben erhalten.

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Kapitel 4 · Apparate

4.4 Apparate bearbeiten, Stutzen, Apparateausrüstung

Platzierte Apparate lassen sich jederzeit ändern, ohne dass ihre Daten verloren gehen. Wo eine Leitung an einen Apparat anschließt, setzt AutoCAD P&ID automatisch einen Stutzen – ein eigenes Objekt mit Nummer und Nennweite. Antriebe, Rührwerke und Mannlöcher ergänzen den Apparat, sind aber nicht automatisch mit ihm verbunden.

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Kapitel 5 · Rohrleitungen9 Abschnitte

Kapitel 5 · Rohrleitungen

5.1 Rohrleitungen zeichnen

Rohrleitungen werden im P&ID wie Polylinien gezeichnet. Anders als einfache Linien haben sie eine Fließrichtung, verbinden sich mit Apparaten und Armaturen und tragen Daten wie Nennweite, Rohrklasse und Medium. Im Programm heißt eine solche Linie Leitungssegment bzw. schematische Linie (SLinie).

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Kapitel 5 · Rohrleitungen

5.2 Schematische Linie bearbeiten

Neben den Griffen bietet das Kontextmenü einer Leitung unter Schematische Linie bearbeiten weitere Werkzeuge: anschließen und lösen, Lücken setzen, Ecken einfügen oder begradigen, die Fließrichtung umkehren, Segmente verbinden und trennen. Die Leitung wird dabei bearbeitet, nicht neu gezeichnet – Tag und Daten bleiben erhalten.

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Kapitel 5 · Rohrleitungen

5.3 Nennweite und Rohrklasse vorwählen, Nummernvergabe

Wer weiß, mit welcher Nennweite und Rohrklasse die nächsten Leitungen gezeichnet werden, legt beides vorab fest – im Programm heißt das Vorauswahl. Jede neue Leitung trägt die Werte dann sofort. Die Leitungsnummer selbst vergeben Sie im Dialog Tag zuweisen.

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Kapitel 5 · Rohrleitungen

5.4 Rohrleitungstag, Leitungsnummer, Segmente

Der Tag einer Rohrleitung setzt sich aus Nennweite, Rohrklasse, Medium und Leitungsnummer zusammen. In AutoCAD P&ID liegen diese Angaben auf zwei Ebenen: Leitungsnummer und Medium gehören zur Rohrleitungsgruppe, die Nennweite gehört zum einzelnen Segment. Wer das weiß, versteht, warum manche Werte von Segment zu Segment übernommen werden und andere nicht. Die Rohrleitungsgruppe ist in Abschnitt 5.5 erklärt.

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Kapitel 5 · Rohrleitungen

5.5 Rohrleitungsgruppe – was zusammengehört

Eine Rohrleitung besteht im P&ID meist aus mehreren sichtbaren Strängen – im Programm Segmente. Was fachlich eine Rohrleitung mit einer Nummer ist, fasst AutoCAD P&ID in der Rohrleitungsgruppe zusammen.

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Kapitel 5 · Rohrleitungen

5.6 Nebenleitungen, Liefergrenze, Rohrklassenwechsel, Einfärben

Nicht jede Leitung ist eine Hauptleitung, und nicht jede Leitung läuft ohne Bruch von Apparat zu Apparat. Nebenleitungen (im Programm: Sekundäres Leitungssegment) werden schmaler dargestellt. Liefergrenzen und Rohrklassenwechsel (im Programm: Rohrklassengrenze) teilen eine Leitung an der richtigen Stelle. Mit der Farbdarstellung machen Sie Medien, Nennweiten oder den Status auf einen Blick sichtbar.

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Kapitel 5 · Rohrleitungen

5.7 Rohrklassengesteuertes P&ID – innerhalb und außerhalb der Rohrklasse

Sie möchten schon beim Zeichnen des R&I-Fließschemas sehen, ob Leitungen und Armaturen zu den Rohrklassen des 3D-Modells passen. Dafür gibt es das rohrklassengesteuerte Projekt: AutoCAD P&ID liest die Plant-3D-Rohrklassendateien und zeigt, ob ein Objekt innerhalb oder außerhalb der Rohrklasse liegt.

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Kapitel 5 · Rohrleitungen

5.8 Rohrklassen-Objektzuordnung und Rohrklassenaktualisierung

Sie möchten festlegen, mit welchem Bauteil der Rohrklasse ein P&ID-Symbol verglichen wird und welche Werte aus der Rohrklasse ins P&ID übernommen werden. Das regelt im rohrklassengesteuerten Projekt die Rohrklassen-Objektzuordnung. Die Einstellung gehört zur Administration und wird am besten im Vorlageprojekt gepflegt.

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Kapitel 5 · Rohrleitungen

5.9 Übung: Rohrklassengesteuertes Projekt (RKL-Projekt)

Sie möchten das rohrklassengesteuerte Arbeiten einmal vollständig durchspielen – vom Projekt über P&ID und 3D-Modell bis zur Validierung. Ziel: Sie erkennen, wie P&ID, Rohrklasse und 3D-Modell zusammenhängen und wie die Validierung Abweichungen meldet.

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Kapitel 6 · In-Line-Objekte5 Abschnitte

Kapitel 6 · In-Line-Objekte

6.1 Einstieg In-Line-Objekte

Alles, was in eine Rohrleitung eingebaut wird, heißt in AutoCAD P&ID In-Line-Objekt: Handventile, Fittings und Spezial-Rohrleitungselemente. Sie werden direkt auf eine vorhandene Leitung gesetzt, richten sich an ihr aus und übernehmen ihre Daten, z. B. die Nennweite. Steuer- und Sicherheitsventile gehören im Programm zur eigenen Klasse der In-Line-Instrumente.

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Kapitel 6 · In-Line-Objekte

6.2 Handventile, Drei-Wege-, Rückschlagventil

Handbetätigte Armaturen – Absperrventil, Schieber, Kugelhahn, Absperrklappe – heißen im Programm Handventile. Sie setzen sie aus der Registerkarte Armaturen direkt auf die Leitung. Zwei Sonderfälle richten sich selbst aus: das Drei-Wege-Ventil nach der abgehenden Leitung, das Rückschlagventil nach der Fließrichtung.

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Kapitel 6 · In-Line-Objekte

6.3 Fittings und Reduzierungen

Formstücke (im Programm: Fittings) – Reduzierungen, Flanschverbindungen, Kappen, Schaugläser – werden wie Armaturen auf die Leitung gesetzt. Das wichtigste ist das Reduzierstück (im Programm: Reduzierung): Es übernimmt die Nennweiten der Leitung und markiert den Nennweitensprung.

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Kapitel 6 · In-Line-Objekte

6.4 Automatische Beschriftung und Nummerierung

Bei In-Line-Objekten sind Beschriftung und Nummerierung meist automatisiert: Beim Einsetzen erscheint die Beschriftung, und die Armaturen werden fortlaufend nummeriert. Ob und wie das geschieht, ist je Symbol in der Projektkonfiguration festgelegt und lässt sich für jedes Symbol ändern.

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Kapitel 6 · In-Line-Objekte

6.5 Steuerventile platzieren und konvertieren

Ein Steuerventil besteht in AutoCAD P&ID aus zwei Teilen: einem Ventilkörper und einem Antrieb (im Programm: Aktuator). Beides wählen Sie beim Platzieren aus. Ein bereits gezeichnetes Handventil lässt sich nachträglich umwandeln.

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Kapitel 7 · Instrumente2 Abschnitte

Kapitel 7 · Instrumente

7.1 Instrumente setzen (inline und allgemein)

Messstellen erscheinen im R&I-Fließschema als Messblasen, im Programm Instrumente. Es gibt zwei Arten: In-Line-Instrumente sitzen in der Rohrleitung, allgemeine Instrumente stehen neben Apparat oder Leitung und werden über eine Wirklinie angebunden.

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Kapitel 7 · Instrumente

7.2 Steuerleitungen / Wirklinien

Messblase, Apparat und Stellventil werden über Signalverbindungen verknüpft – im Programm Steuerleitungen bzw. Signalleitung, fachlich Wirklinien. Sie liegen in der Werkzeugpalette auf der Registerkarte Leitungen.

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Kapitel 8 · Verweispfeile1 Abschnitt

Kapitel 8 · Verweispfeile

8.1 Zeichnungsverweispfeil platzieren und abgleichen

Geht eine Rohrleitung auf einem anderen Blatt weiter, setzen Sie an beiden Enden einen Blattverweis – im Programm Zeichnungsverweispfeil. Verbundene Pfeile kennen die Gegenseite: Sie zeigen die Zeichnungsnummer des anderen Blatts und melden, wenn die Leitungsdaten nicht übereinstimmen.

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Kapitel 9 · Daten und Übernahme4 Abschnitte

Kapitel 9 · Daten und Übernahme

9.1 Projektdatenbank, Klassen, Eigenschaften

Alles, was Sie im P&ID zeichnen, ist zugleich ein Datensatz. Die Daten liegen in der Projektdatenbank; jedes Symbol gehört zu einer Klasse, und die Klasse bestimmt, welche Eigenschaften es hat. Wer dieses Prinzip kennt, findet Felder schneller und versteht, warum Listen so aussehen, wie sie aussehen.

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Kapitel 9 · Daten und Übernahme

9.2 Tag-Format und Nummerierungsstrategie

Das Tag-Format legt fest, aus welchen Feldern sich ein Kennzeichen zusammensetzt, z. B. Anlagenbereich – Typ – Nummer. Wie die Nummer entsteht – automatisch per Zähler oder von Hand in Fließrichtung –, sollten Sie vor Projektbeginn entscheiden.

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Kapitel 9 · Daten und Übernahme

9.3 Übernahmeregeln

Übernahmeregeln füllen Eigenschaften automatisch – aus einem verbundenen Objekt oder aus den Zeichnungs- bzw. Projekteigenschaften. Beispiele: Die Armatur übernimmt die Nennweite der Leitung, der Stutzen den Tag des Apparats, an dem er sitzt.

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Kapitel 9 · Daten und Übernahme

9.4 P&ID-Symbole und Blöcke bearbeiten / konvertieren

Jedes P&ID-Symbol ist ein AutoCAD-Block mit Daten. Sie können es gegen ein anderes Symbol derselben Kategorie tauschen, ein einzelnes Symbol grafisch anpassen (P&ID-Objektblock bearbeiten) oder vorhandene AutoCAD-Geometrie in ein P&ID-Objekt umwandeln.

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Kapitel 10 · Datenmanager und Listen5 Abschnitte

Kapitel 10 · Datenmanager und Listen

10.1 Der Datenmanager – alle Daten in einer Tabelle

Jedes Symbol im P&ID trägt Daten: Tag, Nennweite, Rohrklasse, Hersteller und vieles mehr. Der Datenmanager zeigt diese Daten als Tabelle – für die aktuelle Zeichnung oder das ganze Projekt, geordnet nach Klassen. Hier lassen sich viele Werte schneller pflegen als Objekt für Objekt in der Zeichnung.

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Kapitel 10 · Datenmanager und Listen

10.2 Export und Import mit Excel

Viele Daten liefern andere: Hersteller, Typen, Gewichte kommen von Lieferanten oder anderen Personen im Team. Statt alles abzutippen, geben Sie die Daten aus dem Datenmanager als Excel-Datei aus, lassen sie ergänzen und lesen sie wieder ein. Jede Änderung wird vor der Übernahme angezeigt und einzeln bestätigt.

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Kapitel 10 · Datenmanager und Listen

10.3 Projektlisten und benutzerdefinierte Ansichten

Maschinen-, Armaturen-, Messstellen- und Leitungslisten entstehen direkt aus der Projektdatenbank. Für Arbeitslisten genügt der Excel-Export aus dem Datenmanager. Sollen Listen immer gleich aufgebaut, gruppiert oder auf bestimmte Spalten beschränkt sein, legen Sie eine benutzerdefinierte Ansicht oder einen Projektbericht an.

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Kapitel 10 · Datenmanager und Listen

10.5 Übung: Projektlisten exportieren, ergänzen und zurückspielen

Sie möchten die Listenausgabe an einem eigenen Projekt üben. Ziel: Aus dem Übungsprojekt entstehen Maschinen-, Armaturen-, Messstellen- und Leitungsliste als Excel-Dateien. In der Armaturenliste ergänzen Sie Hersteller und Typ und spielen die Daten zurück ins Projekt.

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Kapitel 10 · Datenmanager und Listen

10.4 Stückliste mit dem Report Creator

Für formatierte Listen mit Kopf, Gruppierung und Summen – zum Drucken oder als PDF – gibt es den Report Creator. Er ist ein eigenständiges Programm, das auf die Projektdaten zugreift. Mitgeliefert werden fertige Berichte; eigene Layouts lassen sich anlegen.

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Kapitel 11 · Zeichnung prüfen4 Abschnitte

Kapitel 11 · Zeichnung prüfen

11.1 Validieren – stimmt das Schema?

Die Validierung prüft die Projektdaten auf Stimmigkeit: nicht angeschlossene Leitungen, Abweichungen von der Rohrklasse, nicht verbundene Verweispfeile und Komponenten, Beschriftungen ohne Bezug. Sie ist der letzte Schritt vor der Weitergabe einer Zeichnung.

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Kapitel 11 · Zeichnung prüfen

11.2 Zeichnungs-Checker – stimmen Zeichnung und Datenbank überein?

Jedes Objekt speichert seine Daten zweimal: in der Zeichnung und in der Projektdatenbank. Der Zeichnungs-Checker vergleicht beides und meldet Abweichungen – etwa eine Beschriftung, die einen anderen Wert zeigt als die Datenbank. Er ist eines von drei Prüfwerkzeugen; die Tabelle unten zeigt, welches wofür da ist.

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Kapitel 11 · Zeichnung prüfen

11.3 Darstellung mit dem P&ID Painter

Der P&ID Painter färbt Leitungen nach ihren Eigenschaften ein – nach Medium, Nennweite oder Status. So sehen Sie auf einen Blick, wo z. B. neue Leitungen verlaufen, was zurückgebaut wird oder wo ein Wert fehlt. Die Farben sind eine Anzeige; die Daten der Objekte bleiben unverändert.

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Kapitel 11 · Zeichnung prüfen

11.4 Drucken, Serienplot, Weitergabe

Ein fertiges Fließschema wird als PDF ausgegeben – einzeln oder für viele Zeichnungen auf einmal mit Publizieren. Für Partner ohne AutoCAD Plant 3D gibt es eine reine AutoCAD-Zeichnung, für die Weitergabe des ganzen Projekts den vollständigen Projektordner.

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Kapitel 12 · Projektalltag3 Abschnitte

Kapitel 12 · Projektalltag

12.1 Datenpflege und Reparatur

Neben der fachlichen Prüfung (Validierung) braucht ein Projekt technische Pflege: Die Projektdatenbank sammelt mit der Zeit verwaiste Einträge, Zeichnungen können beschädigt werden. Mit wenigen Routinen und den Werkzeugen Projekt prüfen und Wiederherstellen bleibt das Projekt stabil.

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Kapitel 12 · Projektalltag

12.2 Zusammenarbeit, Schriftkopf, Revisionen

Ein P&ID-Projekt ist Teamarbeit: Mehrere Bearbeitende arbeiten gleichzeitig in verschiedenen Zeichnungen, eine verantwortliche Person pflegt die Projektkonfiguration. Schriftkopf und Revisionszeile holen ihre Inhalte aus den Projekt- und Zeichnungsdaten. Ein Revisionsstand wird als PDF ausgegeben und gesichert.

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Kapitel 12 · Projektalltag

12.3 Übergabe an das 3D-Modell

Wird das Projekt in AutoCAD Plant 3D weitergeführt, ist das R&I-Fließschema die Vorgabe für das 3D-Modell. Leitungen und Armaturen werden über die P&ID-Linienliste direkt aus dem P&ID ins Modell übernommen – mit Tag, Nennweite und Rohrklasse.

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Kapitel 13 · Neuheiten in Version 20271 Abschnitt

Kapitel 13 · Neuheiten in Version 2027

13.1 Neuheiten in AutoCAD Plant 3D 2027 für das P&ID

Sie arbeiten mit Version 2027 und möchten wissen, was sich für das P&ID geändert hat. Die Übersicht nennt die Neuerungen und den Abschnitt, in dem sie beschrieben sind.

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Programm und Fachsprache

Begriffe

In Klick-Schritten steht der Programmbegriff genau so, wie er auf dem Bildschirm erscheint (fett). In Erklärungen und Hintergrund steht der verfahrenstechnische Fachbegriff; beim ersten Vorkommen folgt der Programmbegriff in Klammern. Schreibweise im Handbuch: In-Line-Objekt, Fitting/Fittings, Tag.

Im ProgrammFachbegriffNorm
Steuerventil / SteuerarmaturStellventil (Stellglied); mit Antrieb: StellgerätDIN EN 60534
AktuatorStellantrieb (pneumatisch, elektrisch, hydraulisch)DIN EN 60534
Ausrüstung / EquipmentApparat (Behälter, Kolonne, Wärmeübertrager) bzw. Maschine (Pumpe, Verdichter)EN ISO 10628
Aggregat (in Leitung gesetzt)Maschine (Pumpe, Verdichter, Gebläse)
Leitungssegment / Rohrleitungssegment / SLinie / schematische LinieAbschnitt einer Rohrleitung (Fließlinie) im FließschemaEN ISO 10628
Primäres LeitungssegmentHauptfließlinie (Prozessleitung)EN ISO 10628
Sekundäres Leitungssegment / NebenleitungNebenfließlinie (z. B. Hilfs- oder Versorgungsleitung)EN ISO 10628
Signalleitung / SteuerleitungWirklinie (Signalverbindung der PLT)EN ISO 10628, EN IEC 62424
Rohrleitungsgruppe / Leitungsgruppe / SLinien-GruppeRohrleitung mit eigener Rohrleitungsnummer (von Apparat zu Apparat)
TagKennzeichen (Anlagen-/Betriebsmittelkennzeichnung, z. B. KKS, IEC 81346)IEC 81346, VGB-KKS
Messkreis / MesskreisnummerPLT-Stelle / PLT-Stellennummer (früher EMSR-Stelle)EN IEC 62424
Instrument / Inline-InstrumentPLT-Stelle bzw. Messgerät in der RohrleitungEN IEC 62424
In-Line-Objekt / Inline-ObjektRohrleitungseinbau: Armatur, Formstück, Messgerät in der Leitung
Fitting / Fittings / FittingeFormstück (Bogen, T-Stück, Reduzierstück, Flansch)
ReduzierungReduzierstück (konzentrisch / exzentrisch)EN 10253
Handventilhandbetätigte Armatur (Absperr- oder Drosselarmatur)
RückschlagventilRückschlagarmatur (Rückschlagventil, -klappe); Rückflussverhinderer
Zeichnungsverweispfeil / Off-Page-ConnectorBlattverweis (Fortsetzung auf anderem Blatt)
RohrklassengrenzeRohrklassenwechsel
LiefergrenzeLiefer- bzw. Leistungsgrenze (Schnittstelle zwischen Lieferumfängen)
Rohrklasse (Spec)Rohrleitungsklasse: festgelegte Kombination aus Werkstoff, Druckstufe und Bauteilen
NennweiteNennweite DNEN ISO 6708
MediumFördermedium / Fluid (mit Mediumcode)
ValidierungKonsistenzprüfung der Schemadaten
Übernahmeregelnautomatische Übernahme von Eigenschaften (z. B. Nennweite vom Stutzen auf die Leitung)
DatenmanagerTabellenansicht aller Projektdaten (Grundlage für Listen)

Fachlich verantwortlich: A. Seitz, Geschäftsführer der A. Seitz Ingenieur GmbH (Anlagenplanung, AutoCAD Plant 3D)