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Anlagenbau-Infobase · Kapitel 15 von 15

Berechnungsgrundlagen der Online-Rechner

Dieses Kapitel legt offen, wie die ASEING-Online-Rechner rechnen: Rechenweg Schritt für Schritt, hinterlegte Vorgaben und Richtwerte, Grenzen und fachlicher Hintergrund. Fachleute können damit jedes Ergebnis nachrechnen und einordnen. Alle Rechner liefern eine Vorbemessung für die frühe Planung – den Nachweis nach Norm ersetzen sie nicht.

Grundsätze für alle Rechner

Vorbemessung
Die Rechner liefern Richtgrößen für Variantenvergleich, Mengen und Abschätzungen. Sie führen keine Nachweise nach DIN EN 13480, AD 2000 oder ASME B31.3 und ersetzen weder Rohrleitungsstatik noch Halterungsplanung. Jedes Ergebnis ist vor verbindlicher Verwendung zu prüfen und freizugeben.
Herkunft der Werte
Jeder Kennwert hat eine von drei Herkünften: Norm (Verfahren und Formel, nie Normtabellen), Datenblatt (öffentlich zugängliche Herstellerangaben, verallgemeinert) oder Richtwert (allgemein übliche Größenordnung bzw. ASEING-Erfahrungswert). Die Rechner kennzeichnen Richtwerte. Fast alle Kennwerte sind im Rechner änderbar; im Stützweitenrechner lassen sich eigene Werte für Spannung, E-Modul und Außendurchmesser hinterlegen.
Rechnen im Browser
Gerechnet wird bei jeder Eingabe neu, vollständig im Browser. Eingelesene Dateien (PCF, PDF, Fotos) werden nur im Browser ausgewertet und nicht hochgeladen. Eigene Werte und Nachträge merkt sich der Browser auf diesem Gerät.
Gleiche Stammdaten
Rohrmaße, Wanddickenreihen, ASME-Größen und Schedules, Werkstoffe und Class-Ratings stammen in allen Rechnern aus dem Rohrklassenrechner. Dichten von Werkstoff, Medium, Dämmung und Mantel sowie der E-Modul über der Temperatur stammen aus dem Stützweitenrechner. Ein Wert hat damit genau eine Quelle.
Datenübernahme
Eine im Rohrklassenrechner gebildete Rohrklasse steht in den Rechnern für Druckverlust und Rohrleitungsgewicht als eigene Rohrreihe „Aktuelle Rohrklasse“ bereit (Außendurchmesser und Wanddicken je DN). An den Stützweitenrechner gehen Werkstoff, Temperatur, Druck, Korrosionszuschlag, DN-Bereich und Wanddicken. Mit Kundenkonto lassen sich PCF-Dateien (z. B. Isometrie-Export aus AutoCAD Plant 3D) einlesen; übernommen werden Rohrklasse, Werkstoff, Service, Dämmdicke, Rohrlängen je DN, Formstücke, Armaturen, Gewichte und Höhenlage. Was jeder Rechner davon nutzt, steht beim jeweiligen Rechner.
Zahlen und Tabellen
Dezimalkomma oder -punkt werden gelesen. Zwischen Tabellenwerten wird linear interpoliert; außerhalb einer Tabelle gilt der Randwert, es wird nicht extrapoliert. Wo ein Rechner über den Tabellenbereich hinaus rechnet, weist er darauf hin.
Prüfbar
Unter jedem Ergebnis von Druckverlust, Wärmedehnung, Rohrleitungsgewicht, PN ↔ Class und Rohrleitungsband steht aufklappbar „Rechenweg prüfen“: jede Formel mit den eingesetzten Werten, dem Ergebnis und der Quelle jedes Kennwerts, auch als PDF. Bei jedem Build der Website rechnen feste Testfälle alle Rechner gegen eine unabhängige Referenzrechnung nach (Toleranz 0,1 %); ein Fehler stoppt die Veröffentlichung. Das Ergebnis steht im Prüfbericht der Online-Rechner.
Maßgebend
Für Planung und Bestellung gelten die Angaben der Hersteller und die jeweils gültige Norm (vgl. AGB, Ziffer 6.7). Den aktuellen Normenstand zeigt Kapitel 14.
RechnerStatusZugangAbschnitt
Nennweite & Druckverlustlivefrei; PCF mit KundenkontoDruckverlust
Wärmedehnunglivefrei; PCF mit KundenkontoWärmedehnung
Rohrleitungsgewichtlivefrei; PCF mit KundenkontoGewicht
UmrechnerlivefreiUmrechner
Kennzeichnungs-Generatorlivefrei, Simulation für die LehreKennzeichnung
Scanprojekt-Schätzerlivefrei; Unterlagen auswerten mit KundenkontoScanprojekt
Rohrklassenrechnerlivewird laufend erweitertWanddicke, Flansch, Einsatzfall
Stützweitenrechnerlivemit StützweitenblattStützweite
Katalog aus HerstellerdatenPrototypim Katalog-Builder aufgegangenKatalog
Stand Oktober 2026. „live“ heißt: auf seitz-ingenieure.de nutzbar. Der Katalog-Builder hat die Seite „Katalog aus Herstellerdaten“ am 13.10.2026 abgelöst.

Nennweite und Druckverlust

Der Rechner findet aus Durchfluss und zulässiger Geschwindigkeit die passende Nennweite einer Rohrreihe. Danach schätzt er den Druckverlust einer Leitung mit Formstücken, Armaturen und Höhenunterschied ab.

So wird gerechnet

  1. Stoffwerte: Wasser – Dichte ρ und kinematische Viskosität ν aus einer Tabelle, linear über der Temperatur interpoliert. Gase – ideales Gas mit fester dynamischer Viskosität μ. Übrige Medien – feste Werte.
  2. Betriebsvolumenstrom Q in m³/s aus der gewählten Einheit (m³/h, l/s, kg/h oder Nm³/h).
  3. Je Nennweite der Reihe: Innendurchmesser, Geschwindigkeit, Reynoldszahl, Rohrreibungszahl λ und Druckgefälle.
  4. Auswahl: Empfohlen wird die kleinste DN mit v ≤ vzul.
  5. Leitung: Rohrreibung, Einzelwiderstände und Höhenanteil werden addiert.

di = d − 2·s [mm]
A = π/4 · di² [m²]
v = Q / A [m/s]
Re = v · di / ν

laminar (Re < 2320): λ = 64 / Re
turbulent (Colebrook-White): 1/√λ = −2 · log10( k/(3,71·di) + 2,51/(Re·√λ) )

Colebrook-White wird iterativ gelöst: Startwert λ = 0,02, Abbruch bei einer Änderung unter 10−9 oder nach 40 Schritten. Einen eigenen Übergangsbereich gibt es nicht; ab Re = 2320 gilt Colebrook-White.

Druckgefälle R = λ/di · ρ·v²/2 [Pa/m] (Anzeige in bar/100 m und mbar/m)
ΔpR = R · L
ΔpE = Σζ · ρ·v²/2
ΔpG = ρ · g · Δh (Δh positiv aufwärts; g = 9,81 m/s²)
Δp = ΔpR + ΔpE + ΔpG Förderhöhe H = Δp / (ρ·g)

Gas: pabs = (pü + 1,01325) · 105 Pa, T = t + 273,15 K, ρ = pabs / (Rs·T), ν = μ/ρ
Nm³/h: Q = q · ρN / (3600 · ρ) mit ρN bei 0 °C und 1,01325 bar

Bei Gas entfällt der Höhenanteil, und es wird keine Förderhöhe ausgegeben. Die Tabelle zeigt Nennweiten mit 0,05 m/s ≤ v ≤ 3·vzul; Zeilen über vzul erscheinen grau.

Beispiel zum Nachrechnen

GrößeWert
Wasser 20 °C: ρ / ν998,0 kg/m³ / 1,004 mm²/s
Q = 36 m³/h, Stahlrohr 114,3 × 3,6, k = 0,05 mmdi = 107,1 mm
v1,11 m/s
Re118 410 (turbulent)
λ0,0197
Δp je 100 m gerade Leitung0,113 bar ≈ 1,16 m
+ 6 Bögen 90°, 2 Schieber, 1 Rückschlagklappe: Σζ = 3,7+ 0,023 bar
+ 5 m Höhenunterschied aufwärts+ 0,490 bar
Δp gesamt (100 m)0,63 bar ≈ 6,4 m
Nachgerechnet mit dem Rechenweg oben. Staudruck ρ·v²/2 = 615 Pa.

Vorgaben und Richtwerte

Formstück / Armaturζ
Bogen 90° (R ≈ 1,5 d)0,3
Bogen 45°0,2
T-Stück Durchgang0,3
T-Stück Abzweig1,3
Reduzierung0,1
Kugelhahn (offen)0,1
Absperrklappe (offen)0,4
Schieber (offen)0,2
Absperrventil Durchgang4,0
Rückschlagklappe1,5
Schmutzfänger2,5
Einlauf0,5
Auslauf1,0
Richtwerte, im Rechner änderbar. Der Wert für den T-Stück-Abzweig liegt auf der sicheren Seite. Herstellerangaben (ζ oder Kv) haben Vorrang.
Rohrreihek mm
Stahlrohr EN 10220, ASME B36.10 STD0,05
Stahl gebraucht (Auswahl)0,15
Edelstahl EN ISO 1127, ASME B36.19 10S, Hygienerohr DIN 11850 R20,015
PE 100 SDR 11 (DIN 8074)0,007
Kupfer0,0015
Absolute Rauigkeit k. Die Werte für Edelstahl und Kunststoff liegen auf der sicheren Seite. Bei Rohrklasse oder PCF richtet sich k nach der Werkstofffamilie.
°C020406080100120150200
ρ kg/m³999,8998,0992,1983,3971,8957,9943,4916,6864,3
ν mm²/s1,7921,0040,6580,4750,3650,2940,2460,2000,155
Auszug der Wassertabelle (Sättigungszustand, 21 Stützstellen von 0 bis 200 °C in 10-K-Schritten): Çengel, Tab. A-3 (Viskosität nach Sengers/Watson 1986), 140 °C Dichte nach Hydraulic Institute; abgeglichen mit TU Graz (Auszug VDI-Wärmeatlas) und Hydraulic Institute – Abweichung höchstens 0,4 %.
Mediumρ kg/m³ν mm²/s bzw. Gasdatenvzul Vorgabe m/s
Wasser / HeizwasserTabelleTabelle2,0
Wasser – SaugleitungTabelleTabelle1,0
Wasser-Ethylenglykol 30 Vol.-% (0 °C)10494,191,5
Wasser-Propylenglykol 30 Vol.-% (0 °C)10377,201,5
Hydrauliköl ISO VG 46 (40 °C), Druckleitung870464,0
Hydrauliköl ISO VG 46 (40 °C), Rücklauf870462,0
Druckluft (ideales Gas)aus p, TRs = 287,05 J/(kg·K); μ(T) nach Sutherland: μ0 = 1,716·10−5 Pa·s, T0 = 273,15 K, S = 110,4 K9
Stickstoff (ideales Gas)aus p, TRs = 296,8 J/(kg·K); μ(T) nach Sutherland: μ0 = 1,663·10−5 Pa·s, T0 = 273 K, S = 107 K9
freiEingabeEingabeEingabe
Glykolgemische nach Herstellerdatenblatt (Tyfocor GE bzw. L, 30 Vol.-%, 0 °C). Gasviskosität über der Temperatur nach Sutherland – Abweichung zu Tabellenwerten von −20 bis 200 °C höchstens 1 %. Druckluft-Verteilnetz: Herstellerangaben nennen 6–9 m/s (Hauptleitung bis 10 m/s); die Vorgabe 9 m/s ist änderbar. Wasser: 2,0 m/s Druckleitung, 1,0 m/s Saugleitung (KSB: Kaltwasser 1,0–2,0, Saugleitung 0,7–1,5 m/s). Beispiel: Druckluft 7 bar(ü), 20 °C ergibt ρ = 9,52 kg/m³.

Rohrreihen: Stahlrohr EN 10220 mit konstruktiver Mindestwanddicke ferritisch, Edelstahlrohr EN ISO 1127 mit Mindestwanddicke austenitisch, ASME B36.10 Schedule STD, ASME B36.19 Schedule 10S, PE 100 SDR 11, Hygienerohr DIN 11850 Reihe 2, dazu die aktuelle Rohrklasse und die Rohrklasse aus einer PCF. Die Reihen Stahl und Edelstahl enthalten auch die Nennweiten, die nach DIN EN 10220 möglichst vermieden werden (z. B. DN 65, DN 125); sie sind gekennzeichnet und werden nicht empfohlen – empfohlen wird die nächste Vorzugsnennweite.

Übernahme aus der PCF

  • Rohrklasse aus den Rohrbeschreibungen (Außendurchmesser × Wanddicke je DN), Rauigkeit über die Werkstofffamilie.
  • Medium über Stichworte in Service und Leitungsname (z. B. heiz, kw, wasser → Wasser; druckluft → Druckluft; n2 → Stickstoff; glykol, sole → Glykol; öl → Hydrauliköl).
  • Länge der Haupt-Nennweite (größte Rohrlänge); weitere Nennweiten werden zum getrennten Rechnen gemeldet.
  • Bögen 90° und 45°, T-Stücke (als Durchgang) und Reduzierungen aller Nennweiten; Armaturen nach SKEY bzw. Beschreibung (Klappe, Kugelhahn, Schieber, Rückschlag, Schmutzfänger, Ventil). Bögen mit anderem Winkel, Flansche und 3-Wege-Armaturen werden nicht übernommen – Werte nach Herstellerangabe ergänzen.
  • Höhenlage wird angezeigt; den Höhenunterschied in Fließrichtung trägt die Planung selbst ein.

Grenzen

  • Gilt für inkompressible Strömung mit einer Nennweite je Rechnung. Gase nur bei kleinem Druckverlust: Ab Δp > 10 % des absoluten Betriebsdrucks warnt der Rechner – dann abschnittsweise rechnen.
  • Wassertemperatur 0–200 °C; außerhalb gilt der Randwert mit Warnung. Temperaturabhängig sind die Wasserwerte und die Gasviskosität; Glykol und Hydrauliköl gelten für die genannte Temperatur.
  • Kunststoffreihen mit Wasser oder Gas: Warnung „So nicht verwendbar“ unter −20 °C bzw. über 60 °C (PE 100 als Druckrohr bis etwa 40 °C; Herstellerangaben maßgebend).
  • Nicht gerechnet: Dampf, Zweiphasenströmung, Schüttgut, Pumpenkennlinie und NPSH, Kv-Ansatz für Stellarmaturen.

Hintergrund

Der Druckverlust gerader Rohre folgt dem Ansatz nach Darcy-Weisbach: Er wächst mit der Länge und dem Staudruck und sinkt mit dem Innendurchmesser. Die Rohrreibungszahl λ hängt von Reynoldszahl und relativer Rauigkeit k/di ab; die Colebrook-White-Gleichung verbindet glattes und raues Verhalten und liegt dem Moody-Diagramm zugrunde. Die kritische Reynoldszahl wird in der Literatur mit 2300 bzw. 2320 angegeben. Einzelwiderstände werden als Vielfaches des Staudrucks erfasst; ihre Beiwerte hängen stark von Bauform und Nennweite ab.

Nennweite & Druckverlust ›

Hintergrund nach KSB: Kreiselpumpen-Handbuch (Rohrreibung, ζ-Werte, Geschwindigkeiten), Wikipedia: Rohrreibungszahl, Wikipedia: Darcy friction factor formulae, TU Graz: Stoffwerte von Wasser und Luft

Wärmedehnung, Kompensator und Biegeschenkel

Der Rechner bestimmt die Längenänderung zwischen zwei Festpunkten aus Montage-, Tiefst- und Höchsttemperatur. Daraus folgen die Bewegungsaufnahme eines Kompensators mit Vorspannung und eine erste Abschätzung für L-, Z- und U-Bögen.

So wird gerechnet

Die Wärmedehnzahl ᾱ ist der Mittelwert von 20 °C bis zur Temperatur t. Darum wird jede Dehnung auf 20 °C bezogen und dann die Differenz gebildet.

ΔL(t) = L · ᾱ(t) · (t − 20 °C) [L in mm, ᾱ in 10−6/K]
Dehnung Montage → Tmax: Δaus = ΔL(Tmax) − ΔL(TM)
Verkürzung Montage → Tmin: Δein = ΔL(TM) − ΔL(Tmin)
Gesamtbewegung Δges = Δaus + Δein

Kompensator: Bewegungsaufnahme ≥ 1,1 · Δges (10 % Reserve)
Vorspannung: v = Δaus − Δges/2 (v ≥ 0: bei Montage auseinanderziehen, v < 0: zusammendrücken)

Biegeschenkel Metall (geführter Kragträger): σ = 3·E·D·δ / L² ⇒ L = √(3·E·D·δ / σzul)
Biegeschenkel Kunststoff: L = C · √(D·δ) (C nach Herstellerunterlagen, DVS 2210-1)
δ = Δges bei L- und Z-Bogen, δ = Δges/2 je Schenkel beim U-Bogen
E und σ in N/mm², L, D und δ in mm

Ein eingetragenes α ersetzt den Tabellenwert für Tmax; für Montage- und Tiefsttemperatur bleibt der Tabellenwert. Der E-Modul gilt bei 20 °C – so wird die Verschiebungsspannung auch in der Rohrstatik gerechnet (ASME B31.3: E bei Einbautemperatur); ein eigener Wert hat Vorrang. Die Konstanten für Kunststoff: PE 26, PP 30, PVC-U 33,5, PVDF 21,6 (Sikla, Kapitel 18 Rohrleitungstechnik); werden E und σ beide eingetragen, rechnet der Rechner auch Kunststoff als geführten Kragträger.

Beispiel zum Nachrechnen

GrößeWert
Stahl, L = 40 m, Montage 10 °C, −10 °C … 180 °Cᾱ(180 °C) = 12,48; ᾱ(10 °C) = ᾱ(−10 °C) = 11,5 (Randwert)
Dehnung Montage → 180 °C84,5 mm
Verkürzung Montage → −10 °C9,2 mm
Gesamtbewegung93,7 mm
Kompensator≥ 103 mm
Vorspannung37,6 mm auseinanderziehen
L-Bogen, D = 114,3 mm, E(20 °C) = 212 000 N/mm², σzul = 120 N/mm²7,53 m
U-Bogen, gleiche Eingaben5,33 m je Bogenschenkel
Nachgerechnet mit dem Rechenweg oben. Der Biegeschenkel nimmt die Gesamtbewegung zwischen kältestem und wärmstem Zustand auf.

Vorgaben und Richtwerte

Werkstoff20100200300400500 °Cσzul N/mm² bzw. CEinsatz °C
Unlegierter / niedriglegierter Stahl (P235GH, P265GH, 16Mo3)11,512,012,613,113,614,0120−10 … 450
Austenitischer Edelstahl (1.4301, 1.4404, 1.4541)16,016,016,517,017,518,0120−196 … 550
Austenit mit Mo und Ti (1.4571)16,516,517,518,018,519,0120−196 … 550
Duplex 1.446213,013,013,514,0––150−40 … 250
Kupfer / CuNi17,617,617,617,6––40−196 … 200
PE 100200konstantC = 26−20 … 60
PP-H180konstantC = 300 … 95
PVC-U80konstantC = 33,50 … 60
PVDF180konstantC = 21,6−20 … 140
GFK (UP-GF), axial25konstantRichtwert−30 … 110
Mittlere Wärmedehnzahl ᾱ in 10−6/K ab 20 °C. Quellen: Austenit und 1.4462 Swiss Steel Group, 1.4571 Swiss Steel, thyssenkrupp und Fagersta (Datenblätter); Kupfer Aurubis (Cu-DHP, 20–300 °C; E = 132 000 N/mm²); Kunststoffe GF-Systemspezifikationen, Sikla und KRV – bei Spannen der obere Wert (größere Dehnung, sichere Seite für Platzbedarf und Kompensator); Stahl übliche Richtwerte (Sikla, Walraven); GFK ASEING-Richtwert. σzul Metall: ASEING-Richtwert. Für den Nachweis den Wert aus der Werkstoffnorm oder vom Hersteller eintragen.
E-Modul N/mm²20100200300400500 °C
ferritisch212 000207 000199 000192 000184 000–
austenitisch200 000194 000186 000179 000172 000165 000
Richtwerte in Anlehnung an DIN EN 13445-3, Anhang O, aus dem Stützweitenrechner; Zwischenstützstellen alle 50 K. Der Biegeschenkel nutzt E bei 20 °C. Kunststoffe rechnen mit der Herstellerkonstante C, GFK mit festen Richtwerten für E und σ.

Übernahme aus der PCF

Werkstofffamilie aus dem Werkstoff der Leitung (1.4571, übriger Edelstahl, Kupfer, Kunststoff als PE 100, sonst Stahl), Länge des längsten geraden Schenkels und Außendurchmesser der Haupt-Nennweite. Ein gerader Schenkel umfasst parallele, aneinanderstoßende Rohre, Flansche, Armaturen und Reduzierungen. Die Festpunkte legt die Halterungsplanung fest; die Länge ist deshalb bei Bedarf anzupassen.

Grenzen

  • Liegt eine Temperatur außerhalb des Einsatzbereichs, kennzeichnet der Rechner das Ergebnis mit „So nicht verwendbar“: Es zeigt dann nur, was rechnerisch herauskäme.
  • Über dem höchsten Tabellenwert rechnet der Rechner mit dem Wert der letzten Stützstelle und weist darauf hin.
  • Biegeschenkel als Abschätzung ohne Bogenflexibilität, Reibung und Lagerkräfte; L- und Z-Bogen werden gleich gerechnet. Für den Nachweis nach DIN EN 13480-3 bzw. ASME B31.3 die zulässige Spannungsschwingbreite einsetzen, bei Kunststoff die Herstellerangaben bzw. die DVS-Richtlinie.
  • Nicht gerechnet: Festpunkt- und Kompensator-Reaktionskräfte, Innendruckschub, Lagerreibung, Spannungsnachweis.

Hintergrund

Werkstoffdatenblätter geben die Wärmedehnzahl als Mittelwert zwischen 20 °C und der jeweiligen Temperatur an. Die Längenänderung zwischen zwei beliebigen Temperaturen ergibt sich deshalb als Differenz zweier auf 20 °C bezogener Dehnungen. Ein Kompensator arbeitet am günstigsten symmetrisch um seine Mittellage; die Vorspannung bei Montage stellt das ein. Beim Biegeschenkel nimmt ein quer verschobener Rohrschenkel die Dehnung auf. Das Modell „geführter Kragträger“ (beide Enden gegen Verdrehung gehalten) ergibt die Konstante 3; Ansätze mit freiem Kragträger liefern kürzere Schenkel, der Rechner liegt damit auf der sicheren Seite.

Wärmedehnung ›Stützweitenrechner ›

Hintergrund nach Swiss Steel: Datenblatt 1.4404, Sikla: Rohrleitungstechnik, Engineers Edge: L-Bogen als geführter Kragträger, whatispiping: Guided Cantilever Method, Witzenmann: Betriebs- und Montageanleitung Kompensatoren

Rohrleitungsgewicht und Halterungslast

Der Rechner ermittelt das Gewicht je Meter aus Rohr, Füllung, Dämmung und Ummantelung. Daraus folgt die Last je Halterung für Betrieb und Wasserdruckprobe.

So wird gerechnet

Rohr: mR = ρR · π/4 · (d² − di²) · 10−6 [kg/m; Maße in mm, ρ in kg/m³]
Füllung: mF = ρF · π/4 · di² · 10−6 Wasser Druckprobe: mW mit 1000 kg/m³
Dämmung: Di = d + 2·si, mI = ρI · π/4 · (Di² − d²) · 10−6
Mantel: mJ = ρJ · π · (Di + tJ) · tJ · 10−6 (nur mit Dämmung)

Betrieb: qB = mR·(1 + Z/100) + mF + mI + mJ
Druckprobe: qP = mR·(1 + Z/100) + max(mF; mW) + mI + mJ
Last je Halterung: F = (q · Ls + mEinzel) · g / 1000 [kN]

Z ist der Zuschlag für Flansche und Formstücke auf das Rohrgewicht, Ls die Stützweite (Einzugslänge = Stützweite), mEinzel eine Einzellast je Feld, z. B. eine Armatur. Alle Werte erscheinen mit zwei Nachkommastellen.

Ganze Leitung aus der PCF: Rohre mit Länge je DN × Metergewicht der gewählten Rohrklasse, ohne Zuschlag; Formstücke, Flansche und Armaturen mit den Gewichten aus der PCF. Fehlende Armaturengewichte lassen sich je Armatur nachtragen. Dichtungen und Schrauben zählen nicht mit. Leer = Σ Rohr + Teile, Betrieb = leer + Füllung + Dämmung, Druckprobe = leer + max(Füllung; Wasser) + Dämmung.

Beispiel zum Nachrechnen

114,3 × 3,6, Stahl 7850 kg/m³, Wasser, Ls = 5 m, Zuschlag 10 %ohne Dämmung50 mm Mineralwolle + Alu 0,8
Rohr mR9,83 kg/m9,83 kg/m
Füllung mF9,01 kg/m9,01 kg/m
Dämmung + Mantel–2,58 + 1,46 kg/m
Betrieb qB19,82 kg/m23,86 kg/m
Last je Halterung0,97 kN1,17 kN

Vorgaben und Richtwerte

Werkstoffρ kg/m³
1.0345, 1.0425, 1.02557850
1.4301, 1.4307, 1.45417900
1.4401, 1.4404, 1.45718000
CW024A / CW352H8940 / 8900
Alloy 625 / 825 / C-276 / 4008440 / 8140 / 8870 / 8800
PE 100 / PP-H / PVC-U / PVDF960 / 910 / 1420 / 1780
Medium / Dämmstoffρ kg/m³
Wasser1000
Gas / Dampf0 (vernachlässigt)
Mineralöl850
Sole / Glykolgemisch1100
Schwefelsäure 96 %1840
Mineralwolle-Schale100
Mineralwolle-Drahtnetzmatte, Schaumglas120
PUR-Hartschaum / synth. Kautschuk50 / 65

Ummantelung (Dicke / Dichte): Aluminium 0,8 mm / 2700 kg/m³ (Vorgabe) · Stahl verzinkt 0,75 mm / 7850 kg/m³ · Edelstahl 0,5 mm / 7900 kg/m³ · PVC-Folie 0,35 mm / 1400 kg/m³. Weitere Vorgaben: Dämmdicke 50 mm, Zuschlag 10 %, Stützweite 5 m, Druckprobe mit Wasser 1000 kg/m³. Der Glykolwert liegt für Gewichte auf der sicheren Seite. Alle Dichten sind Richtwerte und im Rechner änderbar.

Grenzen

  • Last je Halterung als Streckenlast × Stützweite: Rand- und Innenfelder sowie Durchlaufträgerwirkung werden nicht unterschieden. Randhalterungen und Lager neben Armaturen tragen mehr.
  • An Festpunkten kommen Reibungs-, Dehnungs- und Innendruckkräfte hinzu; Wind, Schnee, Eis und dynamische Lasten sind nicht enthalten.
  • Die Druckprobe mit Wasser ist bei Gas- und Dampfleitungen oft maßgebend – beide Lastfälle stehen nebeneinander.

Rohrleitungsgewicht ›Stützweitenrechner ›

Hintergrund nach TRR 100, Erläuterungen zu 6.22 (Stützweiten), Rockwool: Umwelt-Produktdeklaration Mineralwolle mittlere Rohdichte, Swiss Steel: Datenblatt 1.4301

Stützweiten

Der Stützweitenrechner bestimmt die zulässige Stützweite gerader Stahlrohrleitungen aus Eigengewicht, Füllung, Dämmung, Zusatz- und Einzellast. Er gibt ein Stützweitenblatt mit Tabelle, Diagramm und Rechenanhang aus. Die Kriterien erklärt Kapitel 07, Stützweiten.

So wird gerechnet

  1. Wanddicke: aus dem Rohrklassenrechner übernommen oder je Zeile eingetragen, sonst die konstruktive Mindestwanddicke.
  2. Streckenlast q = (mR + mF + mI + mJ + mZusatz) · g / 1000 in N/mm, Massen wie beim Rohrleitungsgewicht.
  3. Querschnitt: Trägheitsmoment aus der Nennwanddicke, Widerstandsmoment aus der um Minustoleranz und Korrosionszuschlag verminderten Wanddicke.
  4. Kriterien als Funktion von L, je Kriterium die größte zulässige Länge bis 40 m (Bisektion).
  5. Maßgebend ist der kleinste Wert; die Stützweite wird auf die gewählte Stufe abgerundet (0,1 / 0,25 / 0,5 m).

I = π/64 · (D⁴ − di⁴)
e = T − c1 − c2, Z = π/(32·D) · (D⁴ − (D − 2e)⁴)
c1 ferritisch = max(0,4 mm; 12,5 % · T), sonst 10 % · T

Durchbiegung: f = kf·q·L⁴/(E·I) + kfF·F·L³/(E·I) ≤ min(fabs; L/n)
Spannung: p·D/(4·e) + M/Z ≤ fh, M = kM·q·L² + kMF·F·L (gerades Rohr 0,75·i = 1,0)
Gefälle: θ = kT·q·L³/(E·I) + kTF·F·L²/(E·I) ≤ Gefälle
Obergrenze: L ≤ Lmax

Die zulässige Spannung folgt wie im Rohrklassenrechner: ferritisch und Nickel f20 = min(Rp/1,5; Rm/2,4), austenitisch Rp1,0/1,5, Kupfer Rm/3,5; f(t) = f20 · k(t), multipliziert mit der gewählten Ausnutzung. Die Einzellast F wirkt in Feldmitte; die Maxima aus Strecken- und Einzellast werden überlagert.

LagerungsfallkfkMkTkfFkMFkTF
Einfeldträger (gelenkig–gelenkig)5/3841/81/241/481/41/16
Durchlaufträger, Randfeld (eingespannt–gelenkig)1/1851/81/480,009323/161/32
Durchlaufträger, Innenfeld (beidseitig eingespannt)1/3841/121/1251/1921/81/64
Beiwerte der Balkentheorie. Das Randfeld entspricht dem Zweifeldträger; bei drei und mehr Feldern biegt das Endfeld etwas stärker durch – dort den Einfeldträger ansetzen.

Vorgaben und Beispiel

Vorgaben: Werkstoff 1.4541, 100 °C, 10 bar, c2 = 0, DN 15–600, Wasser, Mineralwolle-Schale 50 mm mit Aluminiummantel 0,8 mm, Einfeldträger, zulässige Durchbiegung 5 mm, Ausnutzung 100 %, konstruktive Obergrenze 12 m, Rundung 0,1 m. Der E-Modul folgt der Tabelle bei Wärmedehnung.

DN 100, 114,3 × 3,6, P235GH, 100 °C, 10 bar, sonst VorgabenWert
Masse je Meter / q22,88 kg/m / 0,224 N/mm
E(100 °C) / f(100 °C)207 000 / 132 N/mm²
I / Z (e = 3,15 mm)1,92·10⁶ mm⁴ / 29 750 mm³
L aus Durchbiegung 5 mm5,11 m
L aus Spannung (σp = 9,1 N/mm²)11,4 m
Stützweite (Durchbiegung maßgebend)5,1 m
Nachgerechnet mit dem Rechenweg oben.

Grenzen

  • Gilt für gerade Strecken ohne Formstücke. Richtungsänderungen, Abzweige, Flansche und Armaturen verkürzen die Stützweite.
  • Wärmedehnung, Reibung, Wind, Schnee, Erdbeben, Druckstöße, Lagerlasten und Stabilität sind gesondert nachzuweisen. Spannungserhöhungsfaktoren gehen mit i = 1 ein.
  • Ferritische Werkstoffe ab 380 °C: Hinweis auf Zeitstandeinflüsse, die nicht Teil der Vorbemessung sind.
  • Für kleine Nennweiten nennen Regelwerke teils strengere Durchbiegungsgrenzen als 5 mm – der Wert ist einstellbar.
  • Kein eigener Lastfall Druckprobe; dafür das Medium Wasser wählen. Kunststoff, GFK und ASME-Reihen rechnet der Stützweitenrechner nicht.

Halterungsreiter im Rohrklassenrechner: Er gibt je Nennweite eine vereinfachte Stützweite aus – Einfeldträger mit f = 5 mm, E bei 20 °C, Dämmung 100 kg/m³ ohne Mantel, höchstens 12 m, ohne Spannungsnachweis: Ls = (384·E·I·f / (5·q))¼, abgerundet auf 0,1 m. Für das Stützweitenblatt gilt der Stützweitenrechner.

Hintergrund

Die Stützweite folgt aus Durchbiegung, Spannung und Gefälle. Die Durchbiegung begrenzt Wassersäcke und sichert die Entwässerung. Für die Spannung aus Dauerlasten addiert DIN EN 13480-3 die Längsspannung aus Innendruck und die Biegespannung aus Gewicht; für gerade Rohre ist der Faktor 0,75·i mit 1,0 anzusetzen. Der Rechner setzt dabei die verminderte Wanddicke ein und liegt damit auf der sicheren Seite.

Stützweitenrechner ›Rohrklassenrechner ›

Hintergrund nach TRR 100, Erläuterungen zu 6.22, SST Systems: Readme Supplement (EN 13480-3, Gl. 12.3.2-1), CodeCogs: Balkenformeln, structuralbasics: Durchbiegung

Wanddicke je Regelwerk (Rohrklassenrechner)

Der Rohrklassenrechner bemisst je Nennweite die erforderliche Wanddicke, wählt eine Bestellwanddicke aus einer Maßreihe und gibt zulässigen Druck, Ausnutzung, Formstücke, Abzweigtabelle, Vakuumfestigkeit und Lieferstatus aus. Aufbau und Inhalt einer Rohrklasse erklärt Kapitel 08.

RegelwerkWerkstoffeVerfahren im Rechner
DIN EN 13480-3Stahl, Edelstahl, NickellegierungenKesselformel mit Außendurchmesser, f nach Werkstoffart
AD 2000 B1/B2/B3/B9Stahl, Edelstahl, NickelK/S mit S = 1,5; Sicherheitsbeiwert der Klasse wählbar
DIN 2413-1 zurückgezogenBestandsanlagenGeltungsbereich I (bis 120 °C) und II (über 120 °C)
ASME B31.3A106 B, TP304/316/321 u. a.304.1.2 mit Schedule-Wahl
KunststoffPE 100, PP-H, PVC-U, PVDFσ = MRS/C, SDR-Wahl (EN ISO 15494, DIN 8074–8077, DVS 2205)
Hygiene1.4301, 1.4307, 1.4404, 1.4571DIN 11850 Reihe 2, gerechnet nach DIN EN 13480-3
KupferCu-DHP R220/R250/R290, CuNiDIN EN 1057 / DIN EN 1254, K = Rm, S = 3,5
GFKUP-GFKatalogwanddicke und Katalog-PN, keine Festigkeitsrechnung

So wird gerechnet (metrisch)

  1. Temperatur: Berechnungstemperatur, begrenzt auf die Einsatzgrenze des Werkstoffs (mit Hinweis). Ab der Zeitstandgrenze des Werkstoffs erscheint ein Hinweis.
  2. Druck-Temperatur-Tabelle: je Stützstelle PN konstant oder abgemindert mit f(t)/f(20 °C), gerundet auf 0,1 bar. Alternativ gilt ein fester Berechnungspunkt (Druck, Temperatur).
  3. Maßgebender Punkt: Start beim Punkt nächst 20 °C; ein anderer Punkt wird erst maßgebend, wenn sein Verhältnis p/f mehr als 0,5 % größer ist.
  4. Erforderliche Wanddicke e nach der Formel des Regelwerks.
  5. Bestellwanddicke T: erste Wanddicke der Reihe im lieferbaren Bereich der DN mit T ≥ Tmin und ea ≥ e. Ohne Treffer im lieferbaren Bereich: „Sonderanfertigung“; reicht keine Wanddicke: „nicht ausreichend“.
  6. Zulässiger Druck mit ea der Bestellwanddicke; Ausnutzung = p / pzul.
  7. Formstücke (Bogen, Reduzierung, Kappe) nach eigenen Formeln, gewählt aus der Formstückliste, mindestens Rohrwanddicke.
Werkstoff / RegelwerkBemessungsspannung f bzw. K/S
ferritisch, Duplex – EN 13480f20 = min(ReH/1,5; Rm/2,4); f(t) = f20 · k(t)
austenitisch – EN 13480f20 = Rp1,0/1,5; f(t) = f20 · k(t)
Nickel – EN 13480min(Rp0,2(t)/1,5; Rm(t)/2,4) aus Kennwerttabellen
AD 2000K/S = Rp/1,5; über 20 °C begrenzt auf den Wert nach EN 13480
DIN 2413, ferritisch, bis 120 °CK/S = ReH(20 °C)/1,5
DIN 2413, sonstmin(Rp/1,5; Rp·k(t)/1,5)
Kupferf = Rm(t)/3,5; hartgelötet mit Rm = 220 N/mm² (Lötzone weich)
eigene WerteTabelle f(t) oder feste Spannung haben Vorrang
k(t) ist ein Temperaturfaktor je Werkstoff (k = 1 bis 20 °C), z. B. P235GH bei 100 °C: 0,88. Ferritisch mindert der Rechner auch den Rm-Anteil mit k(t) ab; bei AD 2000 begrenzt er zusätzlich auf den EN-Wert. Beides liegt auf der sicheren Seite.
BauteilFormel (p und f in N/mm², Maße in mm)
Rohr EN / ADe = p·Da / (2·f·z + p), pzul = 2·f·z·ea / (Da − ea)
Rohr DIN 2413, bis 120 °Cs = p·Da / (2·f·v)
Rohr DIN 2413, über 120 °Cs = p·Da / (2·f·v + (2 − v)·p)
Bogen, InnenseiteeB = e · (R/D − 0,25) / (R/D − 0,5)
Reduzierung (Kegel, Halbwinkel α)eR = p·Da / (2·f·z − p) / cos α
Kappe EN (2:1-Halbellipse)eC = p·Da / (2·f·z − 0,2·p)
Kappe ADeC = p·Da·β / (4·f·z), β = 2,0
Reduzierung und Kappe rechnen mit dem Außendurchmesser des Rohrs; das liegt auf der sicheren Seite. Für die Kappe nutzt der Rechner eine Näherung für 2:1-Halbellipsenböden. R/D wählbar 1,0 / 1,5 / 2,5, Kegelhalbwinkel 5–60° (Vorgabe 30°).

Minustoleranz c1: ferritisch max(0,4 mm; 12,5 % · T), übrige 10 % · T
ea = T − c1 − c2

c2 ist der Korrosions- bzw. Abnutzungszuschlag (Benennung wie in AD 2000; in DIN EN 13480-3 heißt dieser Zuschlag c0). Die Nahtfaktoren z (EN) bzw. v (AD, DIN) gehen als Eingabe ein, Vorgabe 1,0, beim Hygienerohr 0,85 für die Längsnaht. Gültigkeitsgrenzen der Formel für dünnwandige Rohre: EN 13480 Da/Di ≤ 1,7, AD 2000 ≤ 1,2; darüber erscheint ein Hinweis.

Beispiel zum Nachrechnen

P235GH, DN 100 (114,3 mm), EN 13480, 16 bar bei 100 °C, z = 1, c2 = 0Wert
f20 = min(235/1,5; 360/2,4)150 N/mm²
f(100 °C) = 150 · 0,88132 N/mm²
erforderliche Wanddicke e0,69 mm
Bestellwanddicke (konstruktive Mindestwanddicke maßgebend)3,6 mm
c1 = max(0,4; 0,45) → ea3,15 mm
pzul bei 100 °C / Ausnutzung74,8 bar / 21 %

Vorgaben und Richtwerte

DN15255080100150200300400600
austenitisch2,02,02,02,32,62,62,93,24,05,6
ferritisch2,02,62,93,23,64,54,54,55,06,3
Auszug: konstruktive Mindestwanddicken in mm (ASEING-Standard), abschaltbar. Nickel und Kupfer nutzen die austenitischen Werte. Wanddickenreihe nach EN 10220 / ISO 1127 von 1,6 bis 50 mm.
  • Werkstoffkennwerte (ReH bzw. Rp1,0, Rm bei 20 °C, Temperaturfaktoren, Einsatzgrenzen): Schätzwerte aus öffentlich zugänglichen Herstellerkatalogen bzw. Richtwerte aus den Werkstoffnormen für Wanddicken bis 16 mm; Nickellegierungen nach VdTÜV-Werkstoffblättern (Mindestwerte).
  • Lieferstatus (ASEING-Erfahrungswerte): im Lagerprogramm bis DN 200 „Lagerware“, bis DN 600 „marktverfügbar“, darüber „auf Anfrage“; außerhalb des lieferbaren Wanddickenbereichs „Sonderanfertigung“. Nickel und Kupfer immer „auf Anfrage“.
  • Sicherheitsbeiwert der Klasse (nur AD 2000 und DIN 2413): f = f(t) · 1,5 / SKlasse, für Abzweige und Kappen eigener Beiwert.

ASME B31.3

t = P·D / (2·(S·E·W + P·Y)), W = 1, Y = 0,4, E = Nahtfaktor
ea = T·(1 − 12,5 %) − c, Pzul = 2·S·E·ea / (D − 2·Y·ea)
Bogen (304.2.1): I = (4·R/D − 1)/(4·R/D − 2), tB = P·D / (2·(S·E·W/I + P·Y))

Die zulässige Spannung S wird über Stützstellen von 38 bis 427 °C interpoliert (Richtwerte nach Tabelle A-1, z. B. A106 B bei 38 °C 137,9 N/mm²); unter 38 °C gilt der 38-°C-Wert. Gewählt wird die erste Schedule mit ausreichender Wanddicke, ferritisch nur Kohlenstoffstahl-Schedules. Mindest-Schedule (übliche Werksnorm-Praxis): ferritisch bis NPS 1½ Sch 80, bis NPS 12 STD, darüber Sch 10; austenitisch bis NPS 1½ 40S, darüber 10S. Formstücke erhalten die Schedule des Rohrs; die Bogenwanddicke wird nur ausgewiesen.

Kunststoff

σ(t) = σ20 · k(t) · fMedium, σ20 = MRS / C
e = p·d / (2·σ + p)
Wanddicke der Reihe: w = max(emin; ⌈d/SDR · 10⌉/10)
gewählt: größte SDR mit w ≥ e / 1,025

Die 2,5 % gleichen die Rundung der genormten PN/SDR-Zuordnung aus. Bei kleinen Durchmessern bis d 40 gilt die dickste Standardreihe als Mindestreihe. Der Abminderungsfaktor für das Medium (fCR ≤ 1) ist einstellbar.

WerkstoffMRS N/mm²Cσ20 N/mm²Einsatz °C
PE 100101,258,0−20 … 60
PP-H102,05,00 … 90
PVC-U252,510,00 … 45
σ20 gilt für 20 °C, Wasser, 25–50 Jahre. Für PVC-U ab d 110 lässt EN 1452 einen kleineren Koeffizienten zu; der Rechner liegt dort auf der sicheren Seite. PVDF und die Temperaturfaktoren aller Kunststoffe sind als Richtwerte nach Herstellerangaben hinterlegt – Herstellerdiagramme maßgebend.

Hygiene, Kupfer, GFK

  • Hygiene: feste Wanddicken nach DIN 11850 Reihe 2 (z. B. DN 50 53 × 1,5, DN 100 104 × 2,0), Rechnung wie EN 13480 mit z = 0,85. Hinweise: Innenrauheit Ra ≤ 0,8 µm, Formstücke DIN 11852, Verschraubung DIN 11851 und Clamp DIN 32676 nicht aseptisch (dafür DIN 11864). Dichtring EPDM bis 140 °C, darüber oder bei aggressiven Medien FKM.
  • Kupfer: Wanddicken nach DIN EN 1057, f = Rm(t)/3,5; Grenzen der Verbindung (Pressfitting, Weich- oder Hartlot) werden geprüft.
  • GFK: keine Festigkeitsrechnung; es gelten Katalogwanddicke und Katalog-PN des Systems.

Abzweige und Vakuum

Abzweig (Druckflächenverfahren, vereinfacht nach EN 13480-3 bzw. AD 2000 B9):
lso = √((2·ris + eas)·eas), lbo = √((2·rib + eab)·eab)
Aps = ris·(lso + rib), Apb = rib·(lbo + eas), Afs = eas·lso, Afb = eab·lbo
erfüllt, wenn (Afs + Afb)·(f − 0,5·p) ≥ p·(Aps + Apb)

Die Abzweigtabelle kennzeichnet je Kombination Hauptrohr/Abzweig: A = aufgeschweißt, Nachweis erfüllt · B = verstärkter Stutzen mit Wanddicke · TA/TB = T-Stück nach Formstücknorm Typ A/B (bis drei DN-Stufen) · X = in der Planung festzulegen. ASME rechnet den Flächenersatz nach 304.3.3 (90°, ohne Verstärkungsring).

Vakuum (langer Zylinder, elastisch, Sicherheit 3, ν = 0,3):
pzul = 2·E/(1 − ν²) · (ea/Da)³ / 3 ≥ 0,1 N/mm² ⇒ „−1,0 bar“ (Vollvakuum)

Grenzen

  • Nicht gerechnet: Zeitstand (nur Hinweis), schwellende Beanspruchung, dickwandige Rohre über die Gültigkeitsgrenze hinaus, Flanschfestigkeit und Dichtheit nach DIN EN 1591-1, Beständigkeit, Rohrstatik.
  • Kunststoff: kein Vakuumnachweis, keine Abzweigrechnung. GFK: Festigkeit, Unterdruck und Axialkräfte nach Herstellerangabe.
  • Formstückwanddicken bei Maßreihen (Hygiene, Kupfer, GFK) und ASME entsprechen der Rohrwanddicke.

Hintergrund

Alle Regelwerke bemessen das gerade Rohr unter Innendruck mit einer Kesselformel. Sie unterscheiden sich vor allem in der zulässigen Spannung: DIN EN 13480-3 nutzt Streckgrenze und Zugfestigkeit mit Teilsicherheiten 1,5 und 2,4, AD 2000 den Festigkeitskennwert K bei Berechnungstemperatur mit S = 1,5, ASME B31.3 tabellierte zulässige Spannungen. Am Bogeninnenradius steigt die Umfangsspannung; der Intrados-Faktor der EN entspricht dem Faktor I aus ASME B31.3. Kunststoffrohre werden über die Langzeitfestigkeit MRS und einen Gesamtbetriebskoeffizienten C bemessen.

Rohrklassenrechner ›Rohrklassenkataloge ›

Hintergrund nach EN 13480-3 Entwurf prA5 (Zuschläge, Gültigkeit), HS Mittweida: Vergleich AD 2000 / EN 13445, Alleima: Druckberechnung nach EN 13480, Engineering ToolBox: ASME B31.3, PE100+ Association, GF Piping Systems: Systemspezifikation, Landefeld: Kupferrohr, Alfa Laval: DIN 11850 / EN 10357

Flansch-PN, Flanschmaße und Schrauben

Der Rohrklassenrechner ordnet jeder Nennweite eine Flanschdruckstufe zu und stellt daraus den Schraubensatz mit Länge und Werkstoff zusammen.

So wird gerechnet

  • Flansch-PN (gängige Praxis nach EN 1092-1): Klassen-PN unter 10 → PN 6; PN 40 und höher → wie Klasse; sonst DN ≤ 40 → PN 40, DN ≤ 150 → mindestens PN 16, darüber wie Klasse. Beispiel PN 10: DN 15–40 mit PN 40, DN 50–150 mit PN 16, ab DN 200 mit PN 10.
  • Kunststoff: Flansch-PN = min(16; max(10; PN)); Bund-/Losflansch in der Regel bis PN 16.
  • Flanschmaße je PN und DN: Außendurchmesser, Lochkreis, Lochdurchmesser, Schraubenzahl und -gewinde, Blattdicken für Vorschweiß- und Blindflansch – Schätzwerte aus Herstellerkatalogen mit Bezug DIN EN 1092-1 (z. B. PN 16, DN 100: D 220, K 180, L 18, 8 × M16).

Klemmlänge Flansch–Flansch: k = C2 + C2 + sDichtung + nScheiben·h
Klemmlänge Flansch–Blindflansch: k = C2 + C4 + sDichtung + nScheiben·h
Sechskantschraube: Lmin = k + m + 2·P → nächste Vorzugslänge
Gewindebolzen (ab PN 63): L = k + 2·m + 4·P, aufgerundet auf 5 mm

GrößeVorgabe im Rechner
Gewinde, Mutter, ScheibeSteigung P nach ISO 261, Mutterhöhe m nach ISO 4032, Scheibendicke h nach ISO 7089; 2 Scheiben je Schraube (abschaltbar)
DichtungsdickeFlachdichtung DIN EN 1514-1: 2 mm · Spiraldichtung DIN EN 1514-2: 4,5 mm · Kammprofil DIN EN 1514-6: 4 mm
Vorzugslängen30–80 mm in 5-mm-Schritten, 90–160 mm in 10-mm-Schritten, 180–500 mm in 20-mm-Schritten
SchraubenformISO 4017 (Vollgewinde), wenn der gewindefreie Schaft einer Schraube nach ISO 4014 länger wäre als die Klemmlänge abzüglich zweier Gewindegänge, sonst ISO 4014
SchraubenwerkstoffA2-Stähle: bis M24 A2-70, darüber 1.4980 · Mo-Edelstähle und Duplex: bis M24 A4-70, darüber 1.4980 · ferritisch: 25CrMo4 · Kupfer: A4-70
Der Überstand von zwei Gewindegängen liegt bei großen Gewinden über den üblichen 3–6 mm – auf der sicheren Seite.

Grenzen

  • Kein Festigkeits- und Dichtheitsnachweis der Flanschverbindung (DIN EN 1591-1); kein Druck-Temperatur-Rating der EN-Flansche – PN ist der zulässige Druck bei Raumtemperatur, bei höheren Temperaturen mindert EN 1092-1 je Werkstoffgruppe ab.
  • Ab PN 160 sind die Blindflanschdicken Richtwerte; nicht genormte Blindflansche zeigt der Rechner als fehlend an.

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Hintergrund nach KVT: Flanschanschlussmaße EN 1092, KSB Pumpenlexikon: Flanschnorm, Project Materials: Bolzenlänge, Hexagon: Bolzenlänge nach ASME B16.5

Einsatzfall, Medien und DGRL-Kategorie

Aus dem gewählten Medium leitet der Rohrklassenrechner Fluidgruppe, Aggressivität, Dichtung, Armaturausführung und Schrauben ab. Er schlägt geeignete Werkstoffsysteme und Verbindungen vor und ordnet die Leitung einer Kategorie der Druckgeräterichtlinie zu. Wie eine Rohrklasse mehrere Medien abdeckt, zeigt Kapitel 08, Medien und Mediengruppen.

So wird gerechnet

  • Medium: 33 hinterlegte Medien mit Aggregatzustand, Fluidgruppe, Aggressivitätsklasse, Dichte und Vorschlag der Berechnungstemperatur; Mediengruppen nach DIN 2403. Eigenschaften (sauer, alkalisch, lebensmittelrein, gefährlich) wirken wie ein zusätzliches Medium.
  • Mehrere Medien: gasförmig, wenn ein Medium gasförmig ist; Fluidgruppe 1, wenn ein Medium sie hat; höchste Aggressivität, höchste Temperatur, größte Dichte. Bei der Eignung setzt sich die strengste Einstufung durch (nicht geeignet vor bedingt vor geeignet).
  • Aggregatzustand: Flüssigkeiten gelten oberhalb einer Grenztemperatur als Gas, z. B. Wasser ab 110 °C (Dampfdruck über 0,5 bar Überdruck).
  • Werkstoffsysteme mit Temperatur-Richtwerten: Stahl −10 … 450 °C · Edelstahl −196 … 550 °C · Kupfer −196 … 200 °C · Kunststoff −20 … 140 °C · GFK −30 … 110 °C · Hygiene −10 … 150 °C. Außerhalb gilt das System als nicht geeignet.
  • DGRL: Ausgangsgrößen sind PS, DN und PS·DN, Aggregatzustand und Fluidgruppe. Die Zuordnung folgt Artikel 4 Absatz 3 und Anhang II, Diagramme 6 bis 9; bei Gasen der Gruppe 2 über 350 °C wird Kategorie II zu III. Unter PS = 0,5 bar liegt keine Druckgeräteleitung vor.
Bedingung (in dieser Reihenfolge)Dichtung
T > 300 °CSpiraldichtung mit Graphit, Innen- und Außenring
kritisch (TA Luft, M3 oder Fluidgruppe 1)Kammprofildichtung (PTFE bei hoher Aggressivität bis 250 °C, sonst Graphit)
M2, T ≤ 200 °C / > 200 °CFlachdichtung PTFE gefüllt / Spiraldichtung mit Graphit
T ≤ 120 °C und PN ≤ 25Flachdichtung Faserstoff (Aramid, NBR-gebunden)
T ≤ 250 °CFlachdichtung Graphit mit Edelstahl-Spießblech
sonstSpiraldichtung mit Graphit
ASEING-Regeln, kein Ersatz für Beständigkeitslisten. Aggressivitätsklassen (eigene Einteilung, keine Norm): M0 neutral · M1 schwach aggressiv · M2 aggressiv · M3 stark aggressiv oder giftig.
  • Armatur: kritisch – Faltenbalg oder Stopfbuchse mit Nachweis nach DIN EN ISO 15848-1, Sitzleckrate A nach DIN EN 12266-1; M2 – Stopfbuchse mit PTFE- oder Graphitpackung; sonst Graphitpackung.
  • Schrauben: kritisch – Dehnschaftschrauben oder Nachweis der Flächenpressung nach DIN EN 1591-1 mit kontrolliertem Anziehen; sonst Sechskantschrauben.
  • Isolierbedarf: TS ≥ 60 °C erforderlich (Berührungsschutz, Oberfläche ≤ 60 °C); Heiz-, Heiß- und Trinkwasser ab 30 °C nach GEG Anlage 8; TS < 12 °C erforderlich (Taupunkt, Dampfbremse); 40–60 °C empfohlen. GEG-Dicke bei λ = 0,035 W/(m·K) aus dem Innendurchmesser: bis 22 mm → 20 mm, bis 35 mm → 30 mm, bis 100 mm → di auf 10 mm aufgerundet, darüber 100 mm.
  • Regelwerk-Vorschlag: bis 0,5 bar kein Druckgerät (Abgas nach DIN EN 1443 / 1856); darüber DIN EN 13480-3, alternativ AD 2000, bei ASTM-Werkstoffen ASME B31.3.

Grenzen

  • Die Eignung ist eine ASEING-Vorauswahl aus allgemein zugänglichen Herstellerangaben, keine Beständigkeitsprüfung. Jede Aussage trägt eine Kennung; noch nicht fachlich bestätigte Regeln zeigt das Werkzeug mit „Regel noch nicht fachlich geprüft“.
  • Die DGRL-Kategorie ist ein Vorschlag; die Grenzlinien gelten nach den Diagrammen im Amtsblatt. Anmerkungen zu instabilen Gasen wertet der Rechner nicht aus – solche Medien gesondert einstufen.

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Hintergrund nach DGRL 2014/68/EU Art. 4, DGRL Anhang II, TRGS 201 Anhang 3 (DIN 2403), Wagner: Rohrleitungstechnik (Leseprobe)

Umrechner DN, Schedule, PN/Class und Werkstoffe

Vier Reiter verbinden die europäische und die amerikanische Welt: DN ↔ NPS, Schedule ↔ Wanddicke, PN ↔ Class mit Rating und Werkstoff ↔ ASTM. Alle Daten stammen aus dem Rohrklassenrechner. Die Maßtabelle steht in Kapitel 07.

So wird gerechnet

  • DN ↔ NPS: Suche nach DN („DN 100“), NPS („4"“, „1 1/2"“) oder Außendurchmesser. Ohne Kennung trifft eine Zeile bei gleicher DN, gleichem NPS-Text oder einem Außendurchmesser innerhalb ±0,6 mm (Hygienerohr ±0,3 mm). Gleiche DN heißt nicht gleicher Außendurchmesser: DN 65 = 76,1 mm (EN) bzw. 73,0 mm (ASME), DN 125 = 139,7 bzw. 141,3 mm.
  • Schedule ↔ Wanddicke: alle Schedules einer Größe mit Innendurchmesser d − 2t und Stahlgewicht 7850 · π/4 · (d² − di²) · 10−6 kg/m. Zu einer eingegebenen Wanddicke nennt der Rechner die nächstliegende Schedule und die nächste genormte EN-Wanddicke.
  • PN ↔ Class: Rating der Werkstoffgruppe über der Temperatur, linear interpoliert; Class 150 und 300 aus eigenen Tabellen, höhere Classes als Vielfaches von Class 300. Gewählt wird die kleinste Class, deren Rating den benötigten Druck erreicht.
  • Werkstoff ↔ ASTM: Teiltextsuche in Werkstoffnummer, Kurzname, alten Namen und Rohrnorm; Anzeige des vergleichbaren ASTM-Rohr-, Formstück- und Flanschwerkstoffs.
°C38100200300425
Class 15019,617,713,810,25,5
Class 30051,146,643,839,828,8
Auszug: Rating Werkstoffgruppe 1.1 (C-Stahl) in bar, Richtwerte nach ASME B16.5. Beispiel 200 °C, Class 600: 2 · 43,8 = 87,6 bar.
ClassFaktor zu Class 300PN-Bezeichnung
150eigene TabellePN 20
3001PN 50
4004/3PN 68
6002PN 110
9003PN 150
15005PN 260
250025/3PN 420
PN-Bezeichnung nach ISO 7005-1 / EN 1759-1 – nur ein Name, keine Druckgleichheit.

Hinterlegte Gegenstücke (Auswahl): 1.0345 P235GH → A106 Gr. B · 1.4301 → TP304 · 1.4307 → TP304L · 1.4401 → TP316 · 1.4404 → TP316L · 1.4541 → TP321. „Vergleichbar“ heißt ähnliche Zusammensetzung, nicht gleichwertig: Festigkeitskennwerte, Prüfumfang und Zulassung unterscheiden sich.

Grenzen

  • Ratings für die Gruppen 1.1 und 2.1 bis 2.4 von 38 bis 425 °C; unter 38 °C gilt der 38-°C-Wert, über 425 °C gibt der Rechner kein Rating aus. Class 400 = 4/3 · Class 300.
  • Class 150 und PN 16 bzw. Class 300 und PN 40 sind nicht verbindbar (andere Lochkreise). Kein EN-1092-1-Rating, keine Flanschmaße.
  • Schedules mit „S“ gelten nur für nichtrostende Rohre (ASME B36.19).

Umrechner ›

Hintergrund nach Project Materials: EN 10220 / ISO 1127, Project Materials: ASME B36.10/B36.19, Wermac: ASME B16.5 Ratings, Engineering ToolBox: PN und Class, Global Seamless: EN 10216

Kennzeichnungs-Generator

Der Generator setzt Kennzeichen nach DIN 2403, KKS, AKS und RDS-PP zusammen und prüft ihren Aufbau. Er ist eine Simulation für die Lehre, nicht für die Kennzeichnung im Betrieb. Die Systeme erklärt Kapitel 03.

DIN 2403 – Rohrleitungsband

Ringe: n = max(2; ⌈L/10 m⌉ + 1) + Anzahl Armaturen und Durchführungen
Bandlänge je Ring: π · da + 30 mm Überlappung (da inkl. Dämmung)
Band gesamt: n · Bandlänge

Beispiel: 40 m Leitung, da 60,3 mm, 4 Armaturen → 5 + 4 = 9 Ringe zu je 219 mm, zusammen 2,0 m Band. Bandbreite (Richtwert des Rechners): 76 mm, mit Zusatzfarbe 100 mm. Die Gruppe wird gesetzt, wenn der Stoffname eindeutig in der kurzen Beispielliste steht; sonst wählt die Planung sie selbst. Gefahrstoffe zusätzlich mit GHS-Piktogrammen kennzeichnen. Die Bildschirmfarben sind Näherungen der RAL-Töne.

KKS, AKS, RDS-PP

  • KKS: Formatprüfung Stufe 0 (Gesamtanlage, 1 Zeichen) · Vorzahl · Stufe 1 Funktion (N)AAANN · Stufe 2 Aggregat AANNN(A) · Stufe 3 Betriebsmittel AANN; Stufen 2 und 3 dürfen fehlen. Eine einzelne Ziffer vor dem ersten Funktionsbuchstaben deutet der Rechner als Vorzahl, ein Buchstabe als Gesamtanlage. Ein Punkt kennzeichnet die Einbauort-Kennzeichnung. Klartexte aus einem Auszug der Schlüssel; die Kennbuchstaben werden nur formal geprüft.
  • AKS: Beispielaufbau mit 11 Ebenen und 29 Stellen (Land, Ort, Gebäude, Geschoss, Dokumentationsstand, Kostengruppe DIN 276, Anlage, Baugruppe, Betriebsmittel, Datenpunkt). Geprüft wird die Stellenzahl je Ebene. Maßgebend ist die AKS-Richtlinie der Bauherrschaft.
  • RDS-PP / DIN EN IEC 81346: Vorzeichen „=“ Funktion, „−“ Produkt, „+“ Ort, vorangestellt optional „#“ für die Anlagenzuordnung (Annahme – die Schreibweise legt die Richtlinie des Betreibers fest). Geprüft werden Vorzeichen und Großschreibung, nicht die Klassen-Kennbuchstaben.

Grenzen

Keine Normtexte und keine VGB-Schlüsselliste. Verbindlich sind die aktuelle DIN 2403, der Schlüsselteil der VGB-S-811-01, DIN EN IEC 81346 mit ISO 81346-10 und die Richtlinie der Bauherrschaft.

Kennzeichnungs-Generator ›

Gruppen, Farben und Schlüsseltexte nach Wikipedia: DIN 2403 und Wikipedia: Kraftwerk-Kennzeichensystem (CC BY-SA 4.0), verallgemeinert; TRGS 201 Anhang 3, Wikipedia: IEC 81346

Scanprojekt-Schätzer

Der Schätzer ermittelt für ein Laserscan-Projekt Scanpositionen, Tage vor Ort, Registrierung, Datenmenge und Modellierungsstunden. Sie erhalten eine Spanne als unverbindliche Schätzung, kein Angebot. Ablauf und Gerätetechnik beschreibt Kapitel 13.

So wird gerechnet

m² je Scanposition = Richtwert des Objekttyps ÷ Faktor Detailgrad
Positionen Fläche posF = ⌈Grundfläche · Ebenen ÷ m² je Scan⌉
Zusatzpositionen = Treppenhäuser · Podeste · 2 + (Behälter + Apparate) · Ebenen · Scans je Apparat
Positionen = round(posF · fmin bzw. fmax) + Zusatzpositionen

Scans je Tag und Team = ⌊9 h · 60 ÷ (min je Scan + Umsetzen/10)⌋
Tage vor Ort = ⌈Positionen ÷ Scans je Tag ÷ Teams · 2⌉ ÷ 2 + 0,5
Übernachtungen je Person = ⌈Tage⌉ + 1
Registrierung [h] = 2 h + Positionen ÷ 9,5
Rohdaten [GB] = Positionen · GB je Scan (mit Farbe × 1,5)

Tage werden auf halbe Tage aufgerundet, dazu kommt pauschal ein halber Tag. Umsetzen und Aufbauen: 2 min je 10 Scans.

Scanzeit-StufeAuflösung / Qualitätmin ohne Farbemin mit FarbeGB je Scan ohne FarbeHerkunft
Übersicht – schnell1/8, 3x11,50,1Herstellerangaben eines gängigen Phasenvergleichsscanners
Übersicht – Standard1/8, 3x240,1Erfahrungswert ASEING
Optimiert – schnell1/5, 3x1,72,20,25Herstellerangaben eines gängigen Phasenvergleichsscanners
Optimiert – Standard (Vorgabe)1/5, 3x460,25Erfahrungswert ASEING
Hoch – schnell1/4, 3x2,32,80,5Herstellerangaben eines gängigen Phasenvergleichsscanners
Hoch – Standard1/4, 3x790,5Erfahrungswert ASEING
Sehr hoch – schnell1/266,51,0Richtwert
Sehr hoch – Standard1/212141,0Erfahrungswert ASEING
Die Stufen „Standard“ und die Datenmengen je Scan sind Erfahrungswerte ASEING. Mit Farbe steigt die Datenmenge um den Faktor 1,5. Alle Werte im Rechner änderbar.
Objekttypm² je Scan
Industrieanlage, dicht verrohrt12
Technikzentrale15
Wohnhaus / Altbau20
Bürogebäude / Innenräume25
Halle, wenig verbaut60
Außenanlage / Fassade150
Richtwerte ASEING bei Detailgrad Standard. Faktor Detailgrad: Übersicht 0,7 · Standard 1,0 · Detail 1,5.
Grundlage der Schätzungfminfmax
Pläne / Fotos, ohne Begehung1,02,0
Unterlagen ausgewertet0,91,5
nach Begehung vor Ort0,851,25
Spanne auf den Flächenanteil der Positionen. Gezählte Treppen und Apparate gehen ohne Spanne ein.

Modellierung

PositionEinheith je Einheit
Rohrleitung bis DN 50 / über DN 50m0,30 / 0,20
Armatur / MessstelleStk.0,30 / 0,20
Behälter, Apparat, Pumpe – GrundkörperStk.0,5 – 1,0
Großer Apparat / Kolonne – GrundkörperStk.1,0
StutzenStk.0,17
Stahlbau: Stütze / TrägerStk.0,25 / 0,15
Treppe / LeiterStk.2,0 / 1,0
Geländer / Kabeltrassem0,03 / 0,05
2D-Grundrisse und Schnitte100 m²4,0
Isometrie ausgeben (mit Prüfen und Abstimmen)Leitung4,0
Erfahrungswerte ASEING für die händische Modellierung im 3D-CAD.
  1. Mengengerüst: erkannt aus den Unterlagen, von Hand eingetragen oder als Vorschlag aus der Fläche (Richtwerte je 100 m² Geschossfläche und Objekttyp, z. B. Industrie: 4 Leitungen, 60 m Rohr, 12 Armaturen je 100 m²). Ohne Rohrlänge gilt 15 m je Leitung; Anteil bis DN 50 Vorgabe 40 %.
  2. Stahlbau aus Fläche A und Raster r (Vorgabe 6 m): Stützen ⌈1,3·A/r²⌉, Träger ⌈2,6·A/r²⌉, Geländer 4·√A.
  3. Software zur Rohrerkennung: Der Rohrleitungsanteil (Rohr und Armaturen, ohne Messstellen) wird mit dem Faktor 0,5 angesetzt; mit Faktor 1 entfällt der Abzug.
  4. Zuschläge auf die Modellierung: Kontrolle, Bereinigung, Übergabe 10 %; Abstimmung und Revision 75 % (wählbar); dazu Isometrien je Leitung.

Beispiel mit den Vorgaben

Industrieanlage, 400 m², 2 Ebenen, Standard, Farbe, Optimiert – Standard, ohne BegehungWert
Positionen aus Fläche: ⌈800 ÷ 12⌉67
Scanpositionen (× 1,0 … 2,0)67 – 134
Scans je Tag: ⌊540 ÷ 6,2⌋87
Tage vor Ort / Übernachtungen1,5 – 2,5 / 3 – 4
Registrierung9 – 16 h
Rohdaten (0,38 GB je Scan)25 – 51 GB
Nachgerechnet mit dem Rechenweg oben.

Unterlagen auswerten (mit Kundenkonto)

PDF (Text der ersten 60 Seiten, optional Texterkennung für bis zu 8 Seiten), Fotos, ZIP und PCF werden im Browser gelesen. Der Schätzer erkennt Planarten über Stichworte (deutsch, englisch, niederländisch), Blattformat und Maßstab, Leitungs-, Aggregat- und Messstellenkennzeichen sowie Stutzenzahlen aus Stutzenlisten. Leitungen = Zahl der Isometrien, sonst Zahl der erkannten Leitungsnummern. Erkannte Werte sind gekennzeichnet und bleiben änderbar.

Grenzen

  • Nicht enthalten: Anfahrt, Absperrungen, Ex-Bereiche, Zugangstechnik, Vermessung von Passpunkten.
  • Über 15 Tage vor Ort empfiehlt der Schätzer Abschnitte oder ein zweites Team.
  • Fehlen Stutzenzahlen, ist die Modellierungszeit zu niedrig – der Schätzer weist darauf hin.

Scanprojekt-Schätzer ›3D-Laserscanning ›

Grundlage: Projekterfahrung der A. Seitz Ingenieur GmbH; Scanzeiten der Stufen „schnell“ nach öffentlich zugänglichen Herstellerangaben eines gängigen Phasenvergleichsscanners

Katalog aus Herstellerdaten

Das Werkzeug las Armaturenkataloge als PDF und bereitete daraus einen Plant-3D-Katalog mit einheitlichen Grundkörpern vor. Seit dem 13.10.2026 führt die Seite zum Katalog-Builder. Hier sind die Erkennungsregeln und Grundkörper als Verfahren beschrieben.

So wird erkannt

  • Gelesen wird die Textebene von PDF-Dateien (auch in ZIP), höchstens 150 Seiten je Datei. Seiten mit weniger als 40 Zeichen gelten als „ohne Text“.
  • Bauart je Seite: Für jede Bauart werden Stichworte (deutsch und englisch) gezählt; die Bauart mit den meisten Treffern gilt für die ganze Seite. Vorrang: 3-Wege-Kugelhahn vor Kugelhahn und 3-Wege-Ventil, 3-Wege-Ventil vor Durchgangsventil. Seiten ohne Treffer werden übergangen.
  • Merkmale: Nennweite DN 4–4000, PN, ASME Class 150–2500, Werkstoff (Werkstoffnummern, Gusssorten, ASTM, Kunststoffe), Baulänge nach EN 558 (Grundreihe), Anschluss (Flansch, Zwischenflansch, Schweißende, Einschweißmuffe, Gewinde, Clamp, Milchrohr, Aseptik, Press) und Antrieb (Hebel, Handrad, Getriebe, pneumatisch, elektrisch, Feder).
BauartValveBodyTypeSKEYAnschlüsseMaße
KugelhahnBallVB…2L, D
3-Wege-KugelhahnBallV3…3L, D, L3
SchieberGateVT…2L, D
DurchgangsventilGlobeVG…2L, D
AbsperrklappeButterflyVY…2L, D
RückschlagarmaturCheckCK…2L, D
MembranventilDiaphragmVD…2L, D
Hahn (Küken)PlugVP…2L, D
SchrägsitzventilInclinedSeatVG…2L, D
NadelventilNeedleVN…2L, D
EckventilCornerAV…2L1, L2, D
Sicherheits-/ÜberströmventilReliefAR…2L1, L2, D
3-Wege-VentilMultiPortV3…3L, D, L3
Grundkörper je Bauart (ASEING-Standard). Alle Armaturen einer Bauart erhalten denselben Grundkörper.

Vom R&I-Symbol zum 3D-Körper: Die Form folgt dem R&I-Symbol, die Maße kommen aus den Herstellerunterlagen. Dreiecke werden zu Kegeln von den Anschlüssen zur Mitte, der Kreis wird zur Kugel, der Punkt zur kleinen Kugel, der Strich zur Klappenscheibe. Maße je Größe sind Baulänge (EN-558-Grundreihe oder Herstellertabelle) und Anschlussdurchmesser (Flansch- bzw. Rohraußendurchmesser). Antriebe bleiben eigene Bauteile und werden je Nennweite zugeordnet. Das Auslesen der Maßtabellen ist ein Bearbeitungsschritt bei ASEING.

Grenzen

Alle Merkmale einer Seite gehören zu einer Bauart; Sammelkataloge mit mehreren Bauarten je Seite sind von Hand nachzuarbeiten. Gescannte PDF ohne Textebene werden nicht gelesen.

Katalog-Builder ›Rohrklassenkataloge ›

Grundlage: ASEING-Katalogstandard; Baulängen nach EN 558 (Grundreihen) bzw. Herstellerangaben

Quellen und Normen

Öffentliche Quellen

Normen und Regelwerke (Bezug)

  • DIN EN 13480-3 · DIN EN 13445-3 Anhang O
  • AD 2000-Merkblätter B0, B1, B2, B3, B9
  • DIN 2413-1 (zurückgezogen)
  • ASME B31.3 · ASME B16.5 · ASME B36.10 / B36.19M
  • DIN EN 10220 · DIN EN ISO 1127 · DIN EN 10216 / 10217 · DIN EN 10253-2, -4
  • EN ISO 15494 · DIN 8074 bis 8077 · DVS 2205 · EN 1452
  • DIN 11850 · DIN EN 10357 · DIN 11851 · DIN 11852 · DIN 11864 · DIN 32676
  • DIN EN 1057 · DIN EN 1254
  • DIN EN 1092-1 · ISO 7005-1 · EN 1759-1 · DIN EN 1514-1, -2, -6 · DIN EN 1591-1
  • ISO 261 · ISO 4014 · ISO 4017 · ISO 4032 · ISO 7089
  • DIN EN ISO 15848-1 · DIN EN 12266-1 · EN 558
  • Richtlinie 2014/68/EU · GEG Anlage 8 · TA Luft · DIN EN 1443 · DIN EN 1856
  • DIN 2403 · TRGS 201 · VGB-S-811-01 · DIN EN IEC 81346-1, -2 · ISO/TS 81346-10 bzw. ISO 81346-10:2022 · DIN 276

Stand Oktober 2026 · Rechenverfahren der Rechnerversionen: Rohrklassenrechner 1.47.1 · Rechner Druckverlust, Wärmedehnung, Rohrleitungsgewicht, Umrechner und Kennzeichnung im Rechenstand 2026-10-17 (geprüft mit 20 Testfällen und 85 Einzelprüfungen gegen eine unabhängige Referenzrechnung, Prüfbericht der Online-Rechner) · Scanprojekt-Schätzer Stand 12.10.2026.

Normenstand zu dieser Seite 27 Normen · Recherche September 2026
NormInhaltAktuelle AusgabeErsetzt / Nachfolger
DIN EN 13480Metallische industrielle RohrleitungenDIN EN 13480-1 bis -6 und -8:2024-12; Teil 7 als DIN CEN/TR 13480-7:2022-08ersetzt Ausgaben 2017-12 mit Änderungen A1 ff.
ASME B31.3Process PipingASME B31.3-2024ersetzt ASME B31.3-2022
DIN EN 10220Nahtlose und geschweißte Stahlrohre – Allgemeine Tabellen für Maße und längenbezogene MasseDIN EN 10220:2003-03ersetzt DIN V ENV 10220:1994-02; DIN 2448:1981-02; DIN 2458:1981-02
ASME B36.10 (bis 2018: B36.10M)Welded and Seamless Wrought Steel PipeASME B36.10-2022ersetzt ASME B36.10M-2018
DIN EN ISO 1127Nichtrostende Stahlrohre – Maße, Grenzabmaße und längenbezogene MasseDIN EN ISO 1127:2019-03ersetzt DIN EN ISO 1127:1997-03
ASME B36.19 (bis 2018: B36.19M)Welded and Seamless Wrought Stainless Steel PipeASME B36.19-2022ersetzt ASME B36.19M-2018
DIN 8074Rohre aus Polyethylen (PE) – PE 80, PE 100 – MaßeDIN 8074:2023-10ersetzt DIN 8074:2011-12
DIN EN 13480-3Metallische industrielle Rohrleitungen – Teil 3: Konstruktion und BerechnungDIN EN 13480-3:2024-12ersetzt DIN EN 13480-3:2017-12; DIN EN 13480-3/A1:2021-05; DIN EN 13480-3/A2:2020-12
AD 2000-Merkblatt B 1Zylinder- und Kugelschalen unter innerem Überdruck (Anlage 1: Berechnung von Rohrbiegungen und Bögen)AD 2000-Merkblatt B 1:2000-10 (mit B 1 Anlage 1:2025-06)ersetzt AD B 1:1986-06 (Grundblatt); AD 2000-Merkblatt B 1 Anlage 1:2006-05 (durch Anlage 1:2025-06)
DIN 2413-1Stahlrohre – Berechnung der Wanddicke von Stahlrohren gegen Innendruckzurückgezogenheute: DIN 2413:2011-06 (heute 2020-04, nur Hydraulik) und DIN EN 13480-3 (Ersatz 2002-08; heute 2024-12)
DIN EN ISO 15494Kunststoff-Rohrleitungssysteme für industrielle Anwendungen – PB, PE, PE-RT, PE-X, PPDIN EN ISO 15494:2021-05ersetzt DIN EN ISO 15494:2019-01
DIN EN 1057Nahtlose Rundrohre aus Kupfer für Wasser- und Gasleitungen (Sanitär/Heizung)DIN EN 1057:2010-06ersetzt DIN EN 1057:2006-08
DIN 2413Wanddickenberechnung StahlrohreDIN 2413:2020-04 (nur Hydraulikrohre)ersetzt DIN 2413-1 und -2:1993-10 (zurückgezogen; für Rohrleitungen gilt DIN EN 13480-3:2024-12)
DIN 11864-1Armaturen aus nichtrostendem Stahl für Aseptik, Chemie und Pharmazie – Teil 1: VerschraubungenDIN 11864-1:2025-04ersetzt DIN 11864-1:2017-10
AD 2000-Merkblatt B 9Ausschnitte in Zylindern, Kegeln und KugelnAD 2000-Merkblatt B 9:2023-03ersetzt AD 2000-Merkblatt B 9:2009-03 (Vorgängerausgabe laut Ausgabenfolge; kein Ersatzvermerk in der Ausgabe 2023-03)
DIN EN 1591-1Flansche und ihre Verbindungen – Regeln für die Auslegung von Flanschverbindungen – Teil 1: BerechnungDIN EN 1591-1:2026-02ersetzt DIN EN 1591-1:2014-04
DIN EN 13445-3Unbefeuerte Druckbehälter – Teil 3: KonstruktionDIN EN 13445-3:2021-12ersetzt DIN EN 13445-3:2018-12; DIN EN 13445-3/A5:2019-04; DIN EN 13445-3/A6:2019-06
DIN EN 1092-1Flansche und ihre Verbindungen – Runde Flansche nach PN – Teil 1: StahlflanscheDIN EN 1092-1:2018-12ersetzt DIN EN 1092-1:2013-04; DIN EN 1092-1 Berichtigung 1:2014-08
ASME B16.5Pipe Flanges and Flanged Fittings NPS 1/2 through NPS 24 Metric/InchASME B16.5-2025ersetzt ASME B16.5-2020
Richtlinie 2014/68/EU (DGRL)Druckgeräterichtlinie (Neufassung)Richtlinie 2014/68/EU vom 15. Mai 2014 (ABl. L 189 vom 27.6.2014)ersetzt Richtlinie 97/23/EG (abgelöst zum 19.07.2016)
DIN 2403Kennzeichnung von Rohrleitungen nach dem DurchflussstoffDIN 2403:2025-12ersetzt DIN 2403:2018-10
DIN 276Kosten im BauwesenDIN 276:2018-12ersetzt DIN 276-1:2008-12; DIN 276-4:2009-08; DIN 277-3:2005-04
DIN EN IEC 81346-1Strukturierungsprinzipien und Referenzkennzeichnung – Teil 1: Allgemeine RegelnDIN EN IEC 81346-1:2024-07ersetzt DIN EN 81346-1:2010-05
DIN EN IEC 81346-2Strukturierungsprinzipien und Referenzkennzeichnung – Teil 2: Klassifizierung von Objekten und KennbuchstabenDIN EN IEC 81346-2:2020-10ersetzt DIN EN 81346-2:2010-05
VGB-S-811-01 (KKS)KKS Kraftwerk-Kennzeichensystem – Richtlinie und SchlüsselteilVGB-S-811-01-2018-01-DE (8. überarbeitete Ausgabe 2018)ersetzt VGB-B 105
DIN EN 558Industriearmaturen – Baulängen von Armaturen aus Metall in Rohrleitungen mit FlanschenDIN EN 558:2022-09ersetzt DIN EN 558:2017-05
DIN EN 10253-2Formstücke zum Einschweißen – Teil 2: Unlegierte und legierte ferritische Stähle mit besonderen PrüfanforderungenDIN EN 10253-2:2026-07ersetzt DIN EN 10253-2:2021-11

Recherche bei DIN Media, ISO, IEC und ASME, Stand September 2026. Vor verbindlicher Anwendung bitte die aktuelle Ausgabe beim Normenherausgeber prüfen. Übersicht aller Normen: Anlagenbau-Infobase · Normenstand.