Anlagenbau-Infobase · Kapitel 15 von 15
Berechnungsgrundlagen der Online-Rechner
Dieses Kapitel legt offen, wie die ASEING-Online-Rechner rechnen: Rechenweg Schritt für Schritt, hinterlegte Vorgaben und Richtwerte, Grenzen und fachlicher Hintergrund. Fachleute können damit jedes Ergebnis nachrechnen und einordnen. Alle Rechner liefern eine Vorbemessung für die frühe Planung – den Nachweis nach Norm ersetzen sie nicht.
Grundsätze für alle Rechner
- Vorbemessung
- Die Rechner liefern Richtgrößen für Variantenvergleich, Mengen und Abschätzungen. Sie führen keine Nachweise nach DIN EN 13480, AD 2000 oder ASME B31.3 und ersetzen weder Rohrleitungsstatik noch Halterungsplanung. Jedes Ergebnis ist vor verbindlicher Verwendung zu prüfen und freizugeben.
- Herkunft der Werte
- Jeder Kennwert hat eine von drei Herkünften: Norm (Verfahren und Formel, nie Normtabellen), Datenblatt (öffentlich zugängliche Herstellerangaben, verallgemeinert) oder Richtwert (allgemein übliche Größenordnung bzw. ASEING-Erfahrungswert). Die Rechner kennzeichnen Richtwerte. Fast alle Kennwerte sind im Rechner änderbar; im Stützweitenrechner lassen sich eigene Werte für Spannung, E-Modul und Außendurchmesser hinterlegen.
- Rechnen im Browser
- Gerechnet wird bei jeder Eingabe neu, vollständig im Browser. Eingelesene Dateien (PCF, PDF, Fotos) werden nur im Browser ausgewertet und nicht hochgeladen. Eigene Werte und Nachträge merkt sich der Browser auf diesem Gerät.
- Gleiche Stammdaten
- Rohrmaße, Wanddickenreihen, ASME-Größen und Schedules, Werkstoffe und Class-Ratings stammen in allen Rechnern aus dem Rohrklassenrechner. Dichten von Werkstoff, Medium, Dämmung und Mantel sowie der E-Modul über der Temperatur stammen aus dem Stützweitenrechner. Ein Wert hat damit genau eine Quelle.
- Datenübernahme
- Eine im Rohrklassenrechner gebildete Rohrklasse steht in den Rechnern für Druckverlust und Rohrleitungsgewicht als eigene Rohrreihe „Aktuelle Rohrklasse“ bereit (Außendurchmesser und Wanddicken je DN). An den Stützweitenrechner gehen Werkstoff, Temperatur, Druck, Korrosionszuschlag, DN-Bereich und Wanddicken. Mit Kundenkonto lassen sich PCF-Dateien (z. B. Isometrie-Export aus AutoCAD Plant 3D) einlesen; übernommen werden Rohrklasse, Werkstoff, Service, Dämmdicke, Rohrlängen je DN, Formstücke, Armaturen, Gewichte und Höhenlage. Was jeder Rechner davon nutzt, steht beim jeweiligen Rechner.
- Zahlen und Tabellen
- Dezimalkomma oder -punkt werden gelesen. Zwischen Tabellenwerten wird linear interpoliert; außerhalb einer Tabelle gilt der Randwert, es wird nicht extrapoliert. Wo ein Rechner über den Tabellenbereich hinaus rechnet, weist er darauf hin.
- Prüfbar
- Unter jedem Ergebnis von Druckverlust, Wärmedehnung, Rohrleitungsgewicht, PN ↔ Class und Rohrleitungsband steht aufklappbar „Rechenweg prüfen“: jede Formel mit den eingesetzten Werten, dem Ergebnis und der Quelle jedes Kennwerts, auch als PDF. Bei jedem Build der Website rechnen feste Testfälle alle Rechner gegen eine unabhängige Referenzrechnung nach (Toleranz 0,1 %); ein Fehler stoppt die Veröffentlichung. Das Ergebnis steht im Prüfbericht der Online-Rechner.
- Maßgebend
- Für Planung und Bestellung gelten die Angaben der Hersteller und die jeweils gültige Norm (vgl. AGB, Ziffer 6.7). Den aktuellen Normenstand zeigt Kapitel 14.
| Rechner | Status | Zugang | Abschnitt |
|---|---|---|---|
| Nennweite & Druckverlust | live | frei; PCF mit Kundenkonto | Druckverlust |
| Wärmedehnung | live | frei; PCF mit Kundenkonto | Wärmedehnung |
| Rohrleitungsgewicht | live | frei; PCF mit Kundenkonto | Gewicht |
| Umrechner | live | frei | Umrechner |
| Kennzeichnungs-Generator | live | frei, Simulation für die Lehre | Kennzeichnung |
| Scanprojekt-Schätzer | live | frei; Unterlagen auswerten mit Kundenkonto | Scanprojekt |
| Rohrklassenrechner | live | wird laufend erweitert | Wanddicke, Flansch, Einsatzfall |
| Stützweitenrechner | live | mit Stützweitenblatt | Stützweite |
| Katalog aus Herstellerdaten | Prototyp | im Katalog-Builder aufgegangen | Katalog |
Nennweite und Druckverlust
Der Rechner findet aus Durchfluss und zulässiger Geschwindigkeit die passende Nennweite einer Rohrreihe. Danach schätzt er den Druckverlust einer Leitung mit Formstücken, Armaturen und Höhenunterschied ab.
So wird gerechnet
- Stoffwerte: Wasser – Dichte ρ und kinematische Viskosität ν aus einer Tabelle, linear über der Temperatur interpoliert. Gase – ideales Gas mit fester dynamischer Viskosität μ. Übrige Medien – feste Werte.
- Betriebsvolumenstrom Q in m³/s aus der gewählten Einheit (m³/h, l/s, kg/h oder Nm³/h).
- Je Nennweite der Reihe: Innendurchmesser, Geschwindigkeit, Reynoldszahl, Rohrreibungszahl λ und Druckgefälle.
- Auswahl: Empfohlen wird die kleinste DN mit v ≤ vzul.
- Leitung: Rohrreibung, Einzelwiderstände und Höhenanteil werden addiert.
di = d − 2·s [mm]
A = π/4 · di² [m²]
v = Q / A [m/s]
Re = v · di / ν
laminar (Re < 2320): λ = 64 / Re
turbulent (Colebrook-White): 1/√λ = −2 · log10( k/(3,71·di) + 2,51/(Re·√λ) )
Colebrook-White wird iterativ gelöst: Startwert λ = 0,02, Abbruch bei einer Änderung unter 10−9 oder nach 40 Schritten. Einen eigenen Übergangsbereich gibt es nicht; ab Re = 2320 gilt Colebrook-White.
Druckgefälle R = λ/di · ρ·v²/2 [Pa/m] (Anzeige in bar/100 m und mbar/m)
ΔpR = R · L
ΔpE = Σζ · ρ·v²/2
ΔpG = ρ · g · Δh (Δh positiv aufwärts; g = 9,81 m/s²)
Δp = ΔpR + ΔpE + ΔpG Förderhöhe H = Δp / (ρ·g)
Gas: pabs = (pü + 1,01325) · 105 Pa, T = t + 273,15 K, ρ = pabs / (Rs·T), ν = μ/ρ
Nm³/h: Q = q · ρN / (3600 · ρ) mit ρN bei 0 °C und 1,01325 bar
Bei Gas entfällt der Höhenanteil, und es wird keine Förderhöhe ausgegeben. Die Tabelle zeigt Nennweiten mit 0,05 m/s ≤ v ≤ 3·vzul; Zeilen über vzul erscheinen grau.
Beispiel zum Nachrechnen
| Größe | Wert |
|---|---|
| Wasser 20 °C: ρ / ν | 998,0 kg/m³ / 1,004 mm²/s |
| Q = 36 m³/h, Stahlrohr 114,3 × 3,6, k = 0,05 mm | di = 107,1 mm |
| v | 1,11 m/s |
| Re | 118 410 (turbulent) |
| λ | 0,0197 |
| Δp je 100 m gerade Leitung | 0,113 bar ≈ 1,16 m |
| + 6 Bögen 90°, 2 Schieber, 1 Rückschlagklappe: Σζ = 3,7 | + 0,023 bar |
| + 5 m Höhenunterschied aufwärts | + 0,490 bar |
| Δp gesamt (100 m) | 0,63 bar ≈ 6,4 m |
Vorgaben und Richtwerte
| Formstück / Armatur | ζ |
|---|---|
| Bogen 90° (R ≈ 1,5 d) | 0,3 |
| Bogen 45° | 0,2 |
| T-Stück Durchgang | 0,3 |
| T-Stück Abzweig | 1,3 |
| Reduzierung | 0,1 |
| Kugelhahn (offen) | 0,1 |
| Absperrklappe (offen) | 0,4 |
| Schieber (offen) | 0,2 |
| Absperrventil Durchgang | 4,0 |
| Rückschlagklappe | 1,5 |
| Schmutzfänger | 2,5 |
| Einlauf | 0,5 |
| Auslauf | 1,0 |
| Rohrreihe | k mm |
|---|---|
| Stahlrohr EN 10220, ASME B36.10 STD | 0,05 |
| Stahl gebraucht (Auswahl) | 0,15 |
| Edelstahl EN ISO 1127, ASME B36.19 10S, Hygienerohr DIN 11850 R2 | 0,015 |
| PE 100 SDR 11 (DIN 8074) | 0,007 |
| Kupfer | 0,0015 |
| °C | 0 | 20 | 40 | 60 | 80 | 100 | 120 | 150 | 200 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ρ kg/m³ | 999,8 | 998,0 | 992,1 | 983,3 | 971,8 | 957,9 | 943,4 | 916,6 | 864,3 |
| ν mm²/s | 1,792 | 1,004 | 0,658 | 0,475 | 0,365 | 0,294 | 0,246 | 0,200 | 0,155 |
| Medium | ρ kg/m³ | ν mm²/s bzw. Gasdaten | vzul Vorgabe m/s |
|---|---|---|---|
| Wasser / Heizwasser | Tabelle | Tabelle | 2,0 |
| Wasser – Saugleitung | Tabelle | Tabelle | 1,0 |
| Wasser-Ethylenglykol 30 Vol.-% (0 °C) | 1049 | 4,19 | 1,5 |
| Wasser-Propylenglykol 30 Vol.-% (0 °C) | 1037 | 7,20 | 1,5 |
| Hydrauliköl ISO VG 46 (40 °C), Druckleitung | 870 | 46 | 4,0 |
| Hydrauliköl ISO VG 46 (40 °C), Rücklauf | 870 | 46 | 2,0 |
| Druckluft (ideales Gas) | aus p, T | Rs = 287,05 J/(kg·K); μ(T) nach Sutherland: μ0 = 1,716·10−5 Pa·s, T0 = 273,15 K, S = 110,4 K | 9 |
| Stickstoff (ideales Gas) | aus p, T | Rs = 296,8 J/(kg·K); μ(T) nach Sutherland: μ0 = 1,663·10−5 Pa·s, T0 = 273 K, S = 107 K | 9 |
| frei | Eingabe | Eingabe | Eingabe |
Rohrreihen: Stahlrohr EN 10220 mit konstruktiver Mindestwanddicke ferritisch, Edelstahlrohr EN ISO 1127 mit Mindestwanddicke austenitisch, ASME B36.10 Schedule STD, ASME B36.19 Schedule 10S, PE 100 SDR 11, Hygienerohr DIN 11850 Reihe 2, dazu die aktuelle Rohrklasse und die Rohrklasse aus einer PCF. Die Reihen Stahl und Edelstahl enthalten auch die Nennweiten, die nach DIN EN 10220 möglichst vermieden werden (z. B. DN 65, DN 125); sie sind gekennzeichnet und werden nicht empfohlen – empfohlen wird die nächste Vorzugsnennweite.
Übernahme aus der PCF
- Rohrklasse aus den Rohrbeschreibungen (Außendurchmesser × Wanddicke je DN), Rauigkeit über die Werkstofffamilie.
- Medium über Stichworte in Service und Leitungsname (z. B. heiz, kw, wasser → Wasser; druckluft → Druckluft; n2 → Stickstoff; glykol, sole → Glykol; öl → Hydrauliköl).
- Länge der Haupt-Nennweite (größte Rohrlänge); weitere Nennweiten werden zum getrennten Rechnen gemeldet.
- Bögen 90° und 45°, T-Stücke (als Durchgang) und Reduzierungen aller Nennweiten; Armaturen nach SKEY bzw. Beschreibung (Klappe, Kugelhahn, Schieber, Rückschlag, Schmutzfänger, Ventil). Bögen mit anderem Winkel, Flansche und 3-Wege-Armaturen werden nicht übernommen – Werte nach Herstellerangabe ergänzen.
- Höhenlage wird angezeigt; den Höhenunterschied in Fließrichtung trägt die Planung selbst ein.
Grenzen
- Gilt für inkompressible Strömung mit einer Nennweite je Rechnung. Gase nur bei kleinem Druckverlust: Ab Δp > 10 % des absoluten Betriebsdrucks warnt der Rechner – dann abschnittsweise rechnen.
- Wassertemperatur 0–200 °C; außerhalb gilt der Randwert mit Warnung. Temperaturabhängig sind die Wasserwerte und die Gasviskosität; Glykol und Hydrauliköl gelten für die genannte Temperatur.
- Kunststoffreihen mit Wasser oder Gas: Warnung „So nicht verwendbar“ unter −20 °C bzw. über 60 °C (PE 100 als Druckrohr bis etwa 40 °C; Herstellerangaben maßgebend).
- Nicht gerechnet: Dampf, Zweiphasenströmung, Schüttgut, Pumpenkennlinie und NPSH, Kv-Ansatz für Stellarmaturen.
Hintergrund
Der Druckverlust gerader Rohre folgt dem Ansatz nach Darcy-Weisbach: Er wächst mit der Länge und dem Staudruck und sinkt mit dem Innendurchmesser. Die Rohrreibungszahl λ hängt von Reynoldszahl und relativer Rauigkeit k/di ab; die Colebrook-White-Gleichung verbindet glattes und raues Verhalten und liegt dem Moody-Diagramm zugrunde. Die kritische Reynoldszahl wird in der Literatur mit 2300 bzw. 2320 angegeben. Einzelwiderstände werden als Vielfaches des Staudrucks erfasst; ihre Beiwerte hängen stark von Bauform und Nennweite ab.
Hintergrund nach KSB: Kreiselpumpen-Handbuch (Rohrreibung, ζ-Werte, Geschwindigkeiten), Wikipedia: Rohrreibungszahl, Wikipedia: Darcy friction factor formulae, TU Graz: Stoffwerte von Wasser und Luft
Wärmedehnung, Kompensator und Biegeschenkel
Der Rechner bestimmt die Längenänderung zwischen zwei Festpunkten aus Montage-, Tiefst- und Höchsttemperatur. Daraus folgen die Bewegungsaufnahme eines Kompensators mit Vorspannung und eine erste Abschätzung für L-, Z- und U-Bögen.
So wird gerechnet
Die Wärmedehnzahl ᾱ ist der Mittelwert von 20 °C bis zur Temperatur t. Darum wird jede Dehnung auf 20 °C bezogen und dann die Differenz gebildet.
ΔL(t) = L · ᾱ(t) · (t − 20 °C) [L in mm, ᾱ in 10−6/K]
Dehnung Montage → Tmax: Δaus = ΔL(Tmax) − ΔL(TM)
Verkürzung Montage → Tmin: Δein = ΔL(TM) − ΔL(Tmin)
Gesamtbewegung Δges = Δaus + Δein
Kompensator: Bewegungsaufnahme ≥ 1,1 · Δges (10 % Reserve)
Vorspannung: v = Δaus − Δges/2 (v ≥ 0: bei Montage auseinanderziehen, v < 0: zusammendrücken)
Biegeschenkel Metall (geführter Kragträger): σ = 3·E·D·δ / L² ⇒ L = √(3·E·D·δ / σzul)
Biegeschenkel Kunststoff: L = C · √(D·δ) (C nach Herstellerunterlagen, DVS 2210-1)
δ = Δges bei L- und Z-Bogen, δ = Δges/2 je Schenkel beim U-Bogen
E und σ in N/mm², L, D und δ in mm
Ein eingetragenes α ersetzt den Tabellenwert für Tmax; für Montage- und Tiefsttemperatur bleibt der Tabellenwert. Der E-Modul gilt bei 20 °C – so wird die Verschiebungsspannung auch in der Rohrstatik gerechnet (ASME B31.3: E bei Einbautemperatur); ein eigener Wert hat Vorrang. Die Konstanten für Kunststoff: PE 26, PP 30, PVC-U 33,5, PVDF 21,6 (Sikla, Kapitel 18 Rohrleitungstechnik); werden E und σ beide eingetragen, rechnet der Rechner auch Kunststoff als geführten Kragträger.
Beispiel zum Nachrechnen
| Größe | Wert |
|---|---|
| Stahl, L = 40 m, Montage 10 °C, −10 °C … 180 °C | ᾱ(180 °C) = 12,48; ᾱ(10 °C) = ᾱ(−10 °C) = 11,5 (Randwert) |
| Dehnung Montage → 180 °C | 84,5 mm |
| Verkürzung Montage → −10 °C | 9,2 mm |
| Gesamtbewegung | 93,7 mm |
| Kompensator | ≥ 103 mm |
| Vorspannung | 37,6 mm auseinanderziehen |
| L-Bogen, D = 114,3 mm, E(20 °C) = 212 000 N/mm², σzul = 120 N/mm² | 7,53 m |
| U-Bogen, gleiche Eingaben | 5,33 m je Bogenschenkel |
Vorgaben und Richtwerte
| Werkstoff | 20 | 100 | 200 | 300 | 400 | 500 °C | σzul N/mm² bzw. C | Einsatz °C |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Unlegierter / niedriglegierter Stahl (P235GH, P265GH, 16Mo3) | 11,5 | 12,0 | 12,6 | 13,1 | 13,6 | 14,0 | 120 | −10 … 450 |
| Austenitischer Edelstahl (1.4301, 1.4404, 1.4541) | 16,0 | 16,0 | 16,5 | 17,0 | 17,5 | 18,0 | 120 | −196 … 550 |
| Austenit mit Mo und Ti (1.4571) | 16,5 | 16,5 | 17,5 | 18,0 | 18,5 | 19,0 | 120 | −196 … 550 |
| Duplex 1.4462 | 13,0 | 13,0 | 13,5 | 14,0 | – | – | 150 | −40 … 250 |
| Kupfer / CuNi | 17,6 | 17,6 | 17,6 | 17,6 | – | – | 40 | −196 … 200 |
| PE 100 | 200 | konstant | C = 26 | −20 … 60 | ||||
| PP-H | 180 | konstant | C = 30 | 0 … 95 | ||||
| PVC-U | 80 | konstant | C = 33,5 | 0 … 60 | ||||
| PVDF | 180 | konstant | C = 21,6 | −20 … 140 | ||||
| GFK (UP-GF), axial | 25 | konstant | Richtwert | −30 … 110 | ||||
| E-Modul N/mm² | 20 | 100 | 200 | 300 | 400 | 500 °C |
|---|---|---|---|---|---|---|
| ferritisch | 212 000 | 207 000 | 199 000 | 192 000 | 184 000 | – |
| austenitisch | 200 000 | 194 000 | 186 000 | 179 000 | 172 000 | 165 000 |
Übernahme aus der PCF
Werkstofffamilie aus dem Werkstoff der Leitung (1.4571, übriger Edelstahl, Kupfer, Kunststoff als PE 100, sonst Stahl), Länge des längsten geraden Schenkels und Außendurchmesser der Haupt-Nennweite. Ein gerader Schenkel umfasst parallele, aneinanderstoßende Rohre, Flansche, Armaturen und Reduzierungen. Die Festpunkte legt die Halterungsplanung fest; die Länge ist deshalb bei Bedarf anzupassen.
Grenzen
- Liegt eine Temperatur außerhalb des Einsatzbereichs, kennzeichnet der Rechner das Ergebnis mit „So nicht verwendbar“: Es zeigt dann nur, was rechnerisch herauskäme.
- Über dem höchsten Tabellenwert rechnet der Rechner mit dem Wert der letzten Stützstelle und weist darauf hin.
- Biegeschenkel als Abschätzung ohne Bogenflexibilität, Reibung und Lagerkräfte; L- und Z-Bogen werden gleich gerechnet. Für den Nachweis nach DIN EN 13480-3 bzw. ASME B31.3 die zulässige Spannungsschwingbreite einsetzen, bei Kunststoff die Herstellerangaben bzw. die DVS-Richtlinie.
- Nicht gerechnet: Festpunkt- und Kompensator-Reaktionskräfte, Innendruckschub, Lagerreibung, Spannungsnachweis.
Hintergrund
Werkstoffdatenblätter geben die Wärmedehnzahl als Mittelwert zwischen 20 °C und der jeweiligen Temperatur an. Die Längenänderung zwischen zwei beliebigen Temperaturen ergibt sich deshalb als Differenz zweier auf 20 °C bezogener Dehnungen. Ein Kompensator arbeitet am günstigsten symmetrisch um seine Mittellage; die Vorspannung bei Montage stellt das ein. Beim Biegeschenkel nimmt ein quer verschobener Rohrschenkel die Dehnung auf. Das Modell „geführter Kragträger“ (beide Enden gegen Verdrehung gehalten) ergibt die Konstante 3; Ansätze mit freiem Kragträger liefern kürzere Schenkel, der Rechner liegt damit auf der sicheren Seite.
Wärmedehnung ›Stützweitenrechner ›
Hintergrund nach Swiss Steel: Datenblatt 1.4404, Sikla: Rohrleitungstechnik, Engineers Edge: L-Bogen als geführter Kragträger, whatispiping: Guided Cantilever Method, Witzenmann: Betriebs- und Montageanleitung Kompensatoren
Rohrleitungsgewicht und Halterungslast
Der Rechner ermittelt das Gewicht je Meter aus Rohr, Füllung, Dämmung und Ummantelung. Daraus folgt die Last je Halterung für Betrieb und Wasserdruckprobe.
So wird gerechnet
Rohr: mR = ρR · π/4 · (d² − di²) · 10−6 [kg/m; Maße in mm, ρ in kg/m³]
Füllung: mF = ρF · π/4 · di² · 10−6 Wasser Druckprobe: mW mit 1000 kg/m³
Dämmung: Di = d + 2·si, mI = ρI · π/4 · (Di² − d²) · 10−6
Mantel: mJ = ρJ · π · (Di + tJ) · tJ · 10−6 (nur mit Dämmung)
Betrieb: qB = mR·(1 + Z/100) + mF + mI + mJ
Druckprobe: qP = mR·(1 + Z/100) + max(mF; mW) + mI + mJ
Last je Halterung: F = (q · Ls + mEinzel) · g / 1000 [kN]
Z ist der Zuschlag für Flansche und Formstücke auf das Rohrgewicht, Ls die Stützweite (Einzugslänge = Stützweite), mEinzel eine Einzellast je Feld, z. B. eine Armatur. Alle Werte erscheinen mit zwei Nachkommastellen.
Ganze Leitung aus der PCF: Rohre mit Länge je DN × Metergewicht der gewählten Rohrklasse, ohne Zuschlag; Formstücke, Flansche und Armaturen mit den Gewichten aus der PCF. Fehlende Armaturengewichte lassen sich je Armatur nachtragen. Dichtungen und Schrauben zählen nicht mit. Leer = Σ Rohr + Teile, Betrieb = leer + Füllung + Dämmung, Druckprobe = leer + max(Füllung; Wasser) + Dämmung.
Beispiel zum Nachrechnen
| 114,3 × 3,6, Stahl 7850 kg/m³, Wasser, Ls = 5 m, Zuschlag 10 % | ohne Dämmung | 50 mm Mineralwolle + Alu 0,8 |
|---|---|---|
| Rohr mR | 9,83 kg/m | 9,83 kg/m |
| Füllung mF | 9,01 kg/m | 9,01 kg/m |
| Dämmung + Mantel | – | 2,58 + 1,46 kg/m |
| Betrieb qB | 19,82 kg/m | 23,86 kg/m |
| Last je Halterung | 0,97 kN | 1,17 kN |
Vorgaben und Richtwerte
| Werkstoff | ρ kg/m³ |
|---|---|
| 1.0345, 1.0425, 1.0255 | 7850 |
| 1.4301, 1.4307, 1.4541 | 7900 |
| 1.4401, 1.4404, 1.4571 | 8000 |
| CW024A / CW352H | 8940 / 8900 |
| Alloy 625 / 825 / C-276 / 400 | 8440 / 8140 / 8870 / 8800 |
| PE 100 / PP-H / PVC-U / PVDF | 960 / 910 / 1420 / 1780 |
| Medium / Dämmstoff | ρ kg/m³ |
|---|---|
| Wasser | 1000 |
| Gas / Dampf | 0 (vernachlässigt) |
| Mineralöl | 850 |
| Sole / Glykolgemisch | 1100 |
| Schwefelsäure 96 % | 1840 |
| Mineralwolle-Schale | 100 |
| Mineralwolle-Drahtnetzmatte, Schaumglas | 120 |
| PUR-Hartschaum / synth. Kautschuk | 50 / 65 |
Ummantelung (Dicke / Dichte): Aluminium 0,8 mm / 2700 kg/m³ (Vorgabe) · Stahl verzinkt 0,75 mm / 7850 kg/m³ · Edelstahl 0,5 mm / 7900 kg/m³ · PVC-Folie 0,35 mm / 1400 kg/m³. Weitere Vorgaben: Dämmdicke 50 mm, Zuschlag 10 %, Stützweite 5 m, Druckprobe mit Wasser 1000 kg/m³. Der Glykolwert liegt für Gewichte auf der sicheren Seite. Alle Dichten sind Richtwerte und im Rechner änderbar.
Grenzen
- Last je Halterung als Streckenlast × Stützweite: Rand- und Innenfelder sowie Durchlaufträgerwirkung werden nicht unterschieden. Randhalterungen und Lager neben Armaturen tragen mehr.
- An Festpunkten kommen Reibungs-, Dehnungs- und Innendruckkräfte hinzu; Wind, Schnee, Eis und dynamische Lasten sind nicht enthalten.
- Die Druckprobe mit Wasser ist bei Gas- und Dampfleitungen oft maßgebend – beide Lastfälle stehen nebeneinander.
Rohrleitungsgewicht ›Stützweitenrechner ›
Hintergrund nach TRR 100, Erläuterungen zu 6.22 (Stützweiten), Rockwool: Umwelt-Produktdeklaration Mineralwolle mittlere Rohdichte, Swiss Steel: Datenblatt 1.4301
Stützweiten
Der Stützweitenrechner bestimmt die zulässige Stützweite gerader Stahlrohrleitungen aus Eigengewicht, Füllung, Dämmung, Zusatz- und Einzellast. Er gibt ein Stützweitenblatt mit Tabelle, Diagramm und Rechenanhang aus. Die Kriterien erklärt Kapitel 07, Stützweiten.
So wird gerechnet
- Wanddicke: aus dem Rohrklassenrechner übernommen oder je Zeile eingetragen, sonst die konstruktive Mindestwanddicke.
- Streckenlast q = (mR + mF + mI + mJ + mZusatz) · g / 1000 in N/mm, Massen wie beim Rohrleitungsgewicht.
- Querschnitt: Trägheitsmoment aus der Nennwanddicke, Widerstandsmoment aus der um Minustoleranz und Korrosionszuschlag verminderten Wanddicke.
- Kriterien als Funktion von L, je Kriterium die größte zulässige Länge bis 40 m (Bisektion).
- Maßgebend ist der kleinste Wert; die Stützweite wird auf die gewählte Stufe abgerundet (0,1 / 0,25 / 0,5 m).
I = π/64 · (D⁴ − di⁴)
e = T − c1 − c2, Z = π/(32·D) · (D⁴ − (D − 2e)⁴)
c1 ferritisch = max(0,4 mm; 12,5 % · T), sonst 10 % · T
Durchbiegung: f = kf·q·L⁴/(E·I) + kfF·F·L³/(E·I) ≤ min(fabs; L/n)
Spannung: p·D/(4·e) + M/Z ≤ fh, M = kM·q·L² + kMF·F·L (gerades Rohr 0,75·i = 1,0)
Gefälle: θ = kT·q·L³/(E·I) + kTF·F·L²/(E·I) ≤ Gefälle
Obergrenze: L ≤ Lmax
Die zulässige Spannung folgt wie im Rohrklassenrechner: ferritisch und Nickel f20 = min(Rp/1,5; Rm/2,4), austenitisch Rp1,0/1,5, Kupfer Rm/3,5; f(t) = f20 · k(t), multipliziert mit der gewählten Ausnutzung. Die Einzellast F wirkt in Feldmitte; die Maxima aus Strecken- und Einzellast werden überlagert.
| Lagerungsfall | kf | kM | kT | kfF | kMF | kTF |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Einfeldträger (gelenkig–gelenkig) | 5/384 | 1/8 | 1/24 | 1/48 | 1/4 | 1/16 |
| Durchlaufträger, Randfeld (eingespannt–gelenkig) | 1/185 | 1/8 | 1/48 | 0,00932 | 3/16 | 1/32 |
| Durchlaufträger, Innenfeld (beidseitig eingespannt) | 1/384 | 1/12 | 1/125 | 1/192 | 1/8 | 1/64 |
Vorgaben und Beispiel
Vorgaben: Werkstoff 1.4541, 100 °C, 10 bar, c2 = 0, DN 15–600, Wasser, Mineralwolle-Schale 50 mm mit Aluminiummantel 0,8 mm, Einfeldträger, zulässige Durchbiegung 5 mm, Ausnutzung 100 %, konstruktive Obergrenze 12 m, Rundung 0,1 m. Der E-Modul folgt der Tabelle bei Wärmedehnung.
| DN 100, 114,3 × 3,6, P235GH, 100 °C, 10 bar, sonst Vorgaben | Wert |
|---|---|
| Masse je Meter / q | 22,88 kg/m / 0,224 N/mm |
| E(100 °C) / f(100 °C) | 207 000 / 132 N/mm² |
| I / Z (e = 3,15 mm) | 1,92·10⁶ mm⁴ / 29 750 mm³ |
| L aus Durchbiegung 5 mm | 5,11 m |
| L aus Spannung (σp = 9,1 N/mm²) | 11,4 m |
| Stützweite (Durchbiegung maßgebend) | 5,1 m |
Grenzen
- Gilt für gerade Strecken ohne Formstücke. Richtungsänderungen, Abzweige, Flansche und Armaturen verkürzen die Stützweite.
- Wärmedehnung, Reibung, Wind, Schnee, Erdbeben, Druckstöße, Lagerlasten und Stabilität sind gesondert nachzuweisen. Spannungserhöhungsfaktoren gehen mit i = 1 ein.
- Ferritische Werkstoffe ab 380 °C: Hinweis auf Zeitstandeinflüsse, die nicht Teil der Vorbemessung sind.
- Für kleine Nennweiten nennen Regelwerke teils strengere Durchbiegungsgrenzen als 5 mm – der Wert ist einstellbar.
- Kein eigener Lastfall Druckprobe; dafür das Medium Wasser wählen. Kunststoff, GFK und ASME-Reihen rechnet der Stützweitenrechner nicht.
Halterungsreiter im Rohrklassenrechner: Er gibt je Nennweite eine vereinfachte Stützweite aus – Einfeldträger mit f = 5 mm, E bei 20 °C, Dämmung 100 kg/m³ ohne Mantel, höchstens 12 m, ohne Spannungsnachweis: Ls = (384·E·I·f / (5·q))¼, abgerundet auf 0,1 m. Für das Stützweitenblatt gilt der Stützweitenrechner.
Hintergrund
Die Stützweite folgt aus Durchbiegung, Spannung und Gefälle. Die Durchbiegung begrenzt Wassersäcke und sichert die Entwässerung. Für die Spannung aus Dauerlasten addiert DIN EN 13480-3 die Längsspannung aus Innendruck und die Biegespannung aus Gewicht; für gerade Rohre ist der Faktor 0,75·i mit 1,0 anzusetzen. Der Rechner setzt dabei die verminderte Wanddicke ein und liegt damit auf der sicheren Seite.
Stützweitenrechner ›Rohrklassenrechner ›
Hintergrund nach TRR 100, Erläuterungen zu 6.22, SST Systems: Readme Supplement (EN 13480-3, Gl. 12.3.2-1), CodeCogs: Balkenformeln, structuralbasics: Durchbiegung
Wanddicke je Regelwerk (Rohrklassenrechner)
Der Rohrklassenrechner bemisst je Nennweite die erforderliche Wanddicke, wählt eine Bestellwanddicke aus einer Maßreihe und gibt zulässigen Druck, Ausnutzung, Formstücke, Abzweigtabelle, Vakuumfestigkeit und Lieferstatus aus. Aufbau und Inhalt einer Rohrklasse erklärt Kapitel 08.
| Regelwerk | Werkstoffe | Verfahren im Rechner |
|---|---|---|
| DIN EN 13480-3 | Stahl, Edelstahl, Nickellegierungen | Kesselformel mit Außendurchmesser, f nach Werkstoffart |
| AD 2000 B1/B2/B3/B9 | Stahl, Edelstahl, Nickel | K/S mit S = 1,5; Sicherheitsbeiwert der Klasse wählbar |
| DIN 2413-1 zurückgezogen | Bestandsanlagen | Geltungsbereich I (bis 120 °C) und II (über 120 °C) |
| ASME B31.3 | A106 B, TP304/316/321 u. a. | 304.1.2 mit Schedule-Wahl |
| Kunststoff | PE 100, PP-H, PVC-U, PVDF | σ = MRS/C, SDR-Wahl (EN ISO 15494, DIN 8074–8077, DVS 2205) |
| Hygiene | 1.4301, 1.4307, 1.4404, 1.4571 | DIN 11850 Reihe 2, gerechnet nach DIN EN 13480-3 |
| Kupfer | Cu-DHP R220/R250/R290, CuNi | DIN EN 1057 / DIN EN 1254, K = Rm, S = 3,5 |
| GFK | UP-GF | Katalogwanddicke und Katalog-PN, keine Festigkeitsrechnung |
So wird gerechnet (metrisch)
- Temperatur: Berechnungstemperatur, begrenzt auf die Einsatzgrenze des Werkstoffs (mit Hinweis). Ab der Zeitstandgrenze des Werkstoffs erscheint ein Hinweis.
- Druck-Temperatur-Tabelle: je Stützstelle PN konstant oder abgemindert mit f(t)/f(20 °C), gerundet auf 0,1 bar. Alternativ gilt ein fester Berechnungspunkt (Druck, Temperatur).
- Maßgebender Punkt: Start beim Punkt nächst 20 °C; ein anderer Punkt wird erst maßgebend, wenn sein Verhältnis p/f mehr als 0,5 % größer ist.
- Erforderliche Wanddicke e nach der Formel des Regelwerks.
- Bestellwanddicke T: erste Wanddicke der Reihe im lieferbaren Bereich der DN mit T ≥ Tmin und ea ≥ e. Ohne Treffer im lieferbaren Bereich: „Sonderanfertigung“; reicht keine Wanddicke: „nicht ausreichend“.
- Zulässiger Druck mit ea der Bestellwanddicke; Ausnutzung = p / pzul.
- Formstücke (Bogen, Reduzierung, Kappe) nach eigenen Formeln, gewählt aus der Formstückliste, mindestens Rohrwanddicke.
| Werkstoff / Regelwerk | Bemessungsspannung f bzw. K/S |
|---|---|
| ferritisch, Duplex – EN 13480 | f20 = min(ReH/1,5; Rm/2,4); f(t) = f20 · k(t) |
| austenitisch – EN 13480 | f20 = Rp1,0/1,5; f(t) = f20 · k(t) |
| Nickel – EN 13480 | min(Rp0,2(t)/1,5; Rm(t)/2,4) aus Kennwerttabellen |
| AD 2000 | K/S = Rp/1,5; über 20 °C begrenzt auf den Wert nach EN 13480 |
| DIN 2413, ferritisch, bis 120 °C | K/S = ReH(20 °C)/1,5 |
| DIN 2413, sonst | min(Rp/1,5; Rp·k(t)/1,5) |
| Kupfer | f = Rm(t)/3,5; hartgelötet mit Rm = 220 N/mm² (Lötzone weich) |
| eigene Werte | Tabelle f(t) oder feste Spannung haben Vorrang |
| Bauteil | Formel (p und f in N/mm², Maße in mm) |
|---|---|
| Rohr EN / AD | e = p·Da / (2·f·z + p), pzul = 2·f·z·ea / (Da − ea) |
| Rohr DIN 2413, bis 120 °C | s = p·Da / (2·f·v) |
| Rohr DIN 2413, über 120 °C | s = p·Da / (2·f·v + (2 − v)·p) |
| Bogen, Innenseite | eB = e · (R/D − 0,25) / (R/D − 0,5) |
| Reduzierung (Kegel, Halbwinkel α) | eR = p·Da / (2·f·z − p) / cos α |
| Kappe EN (2:1-Halbellipse) | eC = p·Da / (2·f·z − 0,2·p) |
| Kappe AD | eC = p·Da·β / (4·f·z), β = 2,0 |
Minustoleranz c1: ferritisch max(0,4 mm; 12,5 % · T), übrige 10 % · T
ea = T − c1 − c2
c2 ist der Korrosions- bzw. Abnutzungszuschlag (Benennung wie in AD 2000; in DIN EN 13480-3 heißt dieser Zuschlag c0). Die Nahtfaktoren z (EN) bzw. v (AD, DIN) gehen als Eingabe ein, Vorgabe 1,0, beim Hygienerohr 0,85 für die Längsnaht. Gültigkeitsgrenzen der Formel für dünnwandige Rohre: EN 13480 Da/Di ≤ 1,7, AD 2000 ≤ 1,2; darüber erscheint ein Hinweis.
Beispiel zum Nachrechnen
| P235GH, DN 100 (114,3 mm), EN 13480, 16 bar bei 100 °C, z = 1, c2 = 0 | Wert |
|---|---|
| f20 = min(235/1,5; 360/2,4) | 150 N/mm² |
| f(100 °C) = 150 · 0,88 | 132 N/mm² |
| erforderliche Wanddicke e | 0,69 mm |
| Bestellwanddicke (konstruktive Mindestwanddicke maßgebend) | 3,6 mm |
| c1 = max(0,4; 0,45) → ea | 3,15 mm |
| pzul bei 100 °C / Ausnutzung | 74,8 bar / 21 % |
Vorgaben und Richtwerte
| DN | 15 | 25 | 50 | 80 | 100 | 150 | 200 | 300 | 400 | 600 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| austenitisch | 2,0 | 2,0 | 2,0 | 2,3 | 2,6 | 2,6 | 2,9 | 3,2 | 4,0 | 5,6 |
| ferritisch | 2,0 | 2,6 | 2,9 | 3,2 | 3,6 | 4,5 | 4,5 | 4,5 | 5,0 | 6,3 |
- Werkstoffkennwerte (ReH bzw. Rp1,0, Rm bei 20 °C, Temperaturfaktoren, Einsatzgrenzen): Schätzwerte aus öffentlich zugänglichen Herstellerkatalogen bzw. Richtwerte aus den Werkstoffnormen für Wanddicken bis 16 mm; Nickellegierungen nach VdTÜV-Werkstoffblättern (Mindestwerte).
- Lieferstatus (ASEING-Erfahrungswerte): im Lagerprogramm bis DN 200 „Lagerware“, bis DN 600 „marktverfügbar“, darüber „auf Anfrage“; außerhalb des lieferbaren Wanddickenbereichs „Sonderanfertigung“. Nickel und Kupfer immer „auf Anfrage“.
- Sicherheitsbeiwert der Klasse (nur AD 2000 und DIN 2413): f = f(t) · 1,5 / SKlasse, für Abzweige und Kappen eigener Beiwert.
ASME B31.3
t = P·D / (2·(S·E·W + P·Y)), W = 1, Y = 0,4, E = Nahtfaktor
ea = T·(1 − 12,5 %) − c, Pzul = 2·S·E·ea / (D − 2·Y·ea)
Bogen (304.2.1): I = (4·R/D − 1)/(4·R/D − 2), tB = P·D / (2·(S·E·W/I + P·Y))
Die zulässige Spannung S wird über Stützstellen von 38 bis 427 °C interpoliert (Richtwerte nach Tabelle A-1, z. B. A106 B bei 38 °C 137,9 N/mm²); unter 38 °C gilt der 38-°C-Wert. Gewählt wird die erste Schedule mit ausreichender Wanddicke, ferritisch nur Kohlenstoffstahl-Schedules. Mindest-Schedule (übliche Werksnorm-Praxis): ferritisch bis NPS 1½ Sch 80, bis NPS 12 STD, darüber Sch 10; austenitisch bis NPS 1½ 40S, darüber 10S. Formstücke erhalten die Schedule des Rohrs; die Bogenwanddicke wird nur ausgewiesen.
Kunststoff
σ(t) = σ20 · k(t) · fMedium, σ20 = MRS / C
e = p·d / (2·σ + p)
Wanddicke der Reihe: w = max(emin; ⌈d/SDR · 10⌉/10)
gewählt: größte SDR mit w ≥ e / 1,025
Die 2,5 % gleichen die Rundung der genormten PN/SDR-Zuordnung aus. Bei kleinen Durchmessern bis d 40 gilt die dickste Standardreihe als Mindestreihe. Der Abminderungsfaktor für das Medium (fCR ≤ 1) ist einstellbar.
| Werkstoff | MRS N/mm² | C | σ20 N/mm² | Einsatz °C |
|---|---|---|---|---|
| PE 100 | 10 | 1,25 | 8,0 | −20 … 60 |
| PP-H | 10 | 2,0 | 5,0 | 0 … 90 |
| PVC-U | 25 | 2,5 | 10,0 | 0 … 45 |
Hygiene, Kupfer, GFK
- Hygiene: feste Wanddicken nach DIN 11850 Reihe 2 (z. B. DN 50 53 × 1,5, DN 100 104 × 2,0), Rechnung wie EN 13480 mit z = 0,85. Hinweise: Innenrauheit Ra ≤ 0,8 µm, Formstücke DIN 11852, Verschraubung DIN 11851 und Clamp DIN 32676 nicht aseptisch (dafür DIN 11864). Dichtring EPDM bis 140 °C, darüber oder bei aggressiven Medien FKM.
- Kupfer: Wanddicken nach DIN EN 1057, f = Rm(t)/3,5; Grenzen der Verbindung (Pressfitting, Weich- oder Hartlot) werden geprüft.
- GFK: keine Festigkeitsrechnung; es gelten Katalogwanddicke und Katalog-PN des Systems.
Abzweige und Vakuum
Abzweig (Druckflächenverfahren, vereinfacht nach EN 13480-3 bzw. AD 2000 B9):
lso = √((2·ris + eas)·eas), lbo = √((2·rib + eab)·eab)
Aps = ris·(lso + rib), Apb = rib·(lbo + eas), Afs = eas·lso, Afb = eab·lbo
erfüllt, wenn (Afs + Afb)·(f − 0,5·p) ≥ p·(Aps + Apb)
Die Abzweigtabelle kennzeichnet je Kombination Hauptrohr/Abzweig: A = aufgeschweißt, Nachweis erfüllt · B = verstärkter Stutzen mit Wanddicke · TA/TB = T-Stück nach Formstücknorm Typ A/B (bis drei DN-Stufen) · X = in der Planung festzulegen. ASME rechnet den Flächenersatz nach 304.3.3 (90°, ohne Verstärkungsring).
Vakuum (langer Zylinder, elastisch, Sicherheit 3, ν = 0,3):
pzul = 2·E/(1 − ν²) · (ea/Da)³ / 3 ≥ 0,1 N/mm² ⇒ „−1,0 bar“ (Vollvakuum)
Grenzen
- Nicht gerechnet: Zeitstand (nur Hinweis), schwellende Beanspruchung, dickwandige Rohre über die Gültigkeitsgrenze hinaus, Flanschfestigkeit und Dichtheit nach DIN EN 1591-1, Beständigkeit, Rohrstatik.
- Kunststoff: kein Vakuumnachweis, keine Abzweigrechnung. GFK: Festigkeit, Unterdruck und Axialkräfte nach Herstellerangabe.
- Formstückwanddicken bei Maßreihen (Hygiene, Kupfer, GFK) und ASME entsprechen der Rohrwanddicke.
Hintergrund
Alle Regelwerke bemessen das gerade Rohr unter Innendruck mit einer Kesselformel. Sie unterscheiden sich vor allem in der zulässigen Spannung: DIN EN 13480-3 nutzt Streckgrenze und Zugfestigkeit mit Teilsicherheiten 1,5 und 2,4, AD 2000 den Festigkeitskennwert K bei Berechnungstemperatur mit S = 1,5, ASME B31.3 tabellierte zulässige Spannungen. Am Bogeninnenradius steigt die Umfangsspannung; der Intrados-Faktor der EN entspricht dem Faktor I aus ASME B31.3. Kunststoffrohre werden über die Langzeitfestigkeit MRS und einen Gesamtbetriebskoeffizienten C bemessen.
Rohrklassenrechner ›Rohrklassenkataloge ›
Hintergrund nach EN 13480-3 Entwurf prA5 (Zuschläge, Gültigkeit), HS Mittweida: Vergleich AD 2000 / EN 13445, Alleima: Druckberechnung nach EN 13480, Engineering ToolBox: ASME B31.3, PE100+ Association, GF Piping Systems: Systemspezifikation, Landefeld: Kupferrohr, Alfa Laval: DIN 11850 / EN 10357
Flansch-PN, Flanschmaße und Schrauben
Der Rohrklassenrechner ordnet jeder Nennweite eine Flanschdruckstufe zu und stellt daraus den Schraubensatz mit Länge und Werkstoff zusammen.
So wird gerechnet
- Flansch-PN (gängige Praxis nach EN 1092-1): Klassen-PN unter 10 → PN 6; PN 40 und höher → wie Klasse; sonst DN ≤ 40 → PN 40, DN ≤ 150 → mindestens PN 16, darüber wie Klasse. Beispiel PN 10: DN 15–40 mit PN 40, DN 50–150 mit PN 16, ab DN 200 mit PN 10.
- Kunststoff: Flansch-PN = min(16; max(10; PN)); Bund-/Losflansch in der Regel bis PN 16.
- Flanschmaße je PN und DN: Außendurchmesser, Lochkreis, Lochdurchmesser, Schraubenzahl und -gewinde, Blattdicken für Vorschweiß- und Blindflansch – Schätzwerte aus Herstellerkatalogen mit Bezug DIN EN 1092-1 (z. B. PN 16, DN 100: D 220, K 180, L 18, 8 × M16).
Klemmlänge Flansch–Flansch: k = C2 + C2 + sDichtung + nScheiben·h
Klemmlänge Flansch–Blindflansch: k = C2 + C4 + sDichtung + nScheiben·h
Sechskantschraube: Lmin = k + m + 2·P → nächste Vorzugslänge
Gewindebolzen (ab PN 63): L = k + 2·m + 4·P, aufgerundet auf 5 mm
| Größe | Vorgabe im Rechner |
|---|---|
| Gewinde, Mutter, Scheibe | Steigung P nach ISO 261, Mutterhöhe m nach ISO 4032, Scheibendicke h nach ISO 7089; 2 Scheiben je Schraube (abschaltbar) |
| Dichtungsdicke | Flachdichtung DIN EN 1514-1: 2 mm · Spiraldichtung DIN EN 1514-2: 4,5 mm · Kammprofil DIN EN 1514-6: 4 mm |
| Vorzugslängen | 30–80 mm in 5-mm-Schritten, 90–160 mm in 10-mm-Schritten, 180–500 mm in 20-mm-Schritten |
| Schraubenform | ISO 4017 (Vollgewinde), wenn der gewindefreie Schaft einer Schraube nach ISO 4014 länger wäre als die Klemmlänge abzüglich zweier Gewindegänge, sonst ISO 4014 |
| Schraubenwerkstoff | A2-Stähle: bis M24 A2-70, darüber 1.4980 · Mo-Edelstähle und Duplex: bis M24 A4-70, darüber 1.4980 · ferritisch: 25CrMo4 · Kupfer: A4-70 |
Grenzen
- Kein Festigkeits- und Dichtheitsnachweis der Flanschverbindung (DIN EN 1591-1); kein Druck-Temperatur-Rating der EN-Flansche – PN ist der zulässige Druck bei Raumtemperatur, bei höheren Temperaturen mindert EN 1092-1 je Werkstoffgruppe ab.
- Ab PN 160 sind die Blindflanschdicken Richtwerte; nicht genormte Blindflansche zeigt der Rechner als fehlend an.
Hintergrund nach KVT: Flanschanschlussmaße EN 1092, KSB Pumpenlexikon: Flanschnorm, Project Materials: Bolzenlänge, Hexagon: Bolzenlänge nach ASME B16.5
Einsatzfall, Medien und DGRL-Kategorie
Aus dem gewählten Medium leitet der Rohrklassenrechner Fluidgruppe, Aggressivität, Dichtung, Armaturausführung und Schrauben ab. Er schlägt geeignete Werkstoffsysteme und Verbindungen vor und ordnet die Leitung einer Kategorie der Druckgeräterichtlinie zu. Wie eine Rohrklasse mehrere Medien abdeckt, zeigt Kapitel 08, Medien und Mediengruppen.
So wird gerechnet
- Medium: 33 hinterlegte Medien mit Aggregatzustand, Fluidgruppe, Aggressivitätsklasse, Dichte und Vorschlag der Berechnungstemperatur; Mediengruppen nach DIN 2403. Eigenschaften (sauer, alkalisch, lebensmittelrein, gefährlich) wirken wie ein zusätzliches Medium.
- Mehrere Medien: gasförmig, wenn ein Medium gasförmig ist; Fluidgruppe 1, wenn ein Medium sie hat; höchste Aggressivität, höchste Temperatur, größte Dichte. Bei der Eignung setzt sich die strengste Einstufung durch (nicht geeignet vor bedingt vor geeignet).
- Aggregatzustand: Flüssigkeiten gelten oberhalb einer Grenztemperatur als Gas, z. B. Wasser ab 110 °C (Dampfdruck über 0,5 bar Überdruck).
- Werkstoffsysteme mit Temperatur-Richtwerten: Stahl −10 … 450 °C · Edelstahl −196 … 550 °C · Kupfer −196 … 200 °C · Kunststoff −20 … 140 °C · GFK −30 … 110 °C · Hygiene −10 … 150 °C. Außerhalb gilt das System als nicht geeignet.
- DGRL: Ausgangsgrößen sind PS, DN und PS·DN, Aggregatzustand und Fluidgruppe. Die Zuordnung folgt Artikel 4 Absatz 3 und Anhang II, Diagramme 6 bis 9; bei Gasen der Gruppe 2 über 350 °C wird Kategorie II zu III. Unter PS = 0,5 bar liegt keine Druckgeräteleitung vor.
| Bedingung (in dieser Reihenfolge) | Dichtung |
|---|---|
| T > 300 °C | Spiraldichtung mit Graphit, Innen- und Außenring |
| kritisch (TA Luft, M3 oder Fluidgruppe 1) | Kammprofildichtung (PTFE bei hoher Aggressivität bis 250 °C, sonst Graphit) |
| M2, T ≤ 200 °C / > 200 °C | Flachdichtung PTFE gefüllt / Spiraldichtung mit Graphit |
| T ≤ 120 °C und PN ≤ 25 | Flachdichtung Faserstoff (Aramid, NBR-gebunden) |
| T ≤ 250 °C | Flachdichtung Graphit mit Edelstahl-Spießblech |
| sonst | Spiraldichtung mit Graphit |
- Armatur: kritisch – Faltenbalg oder Stopfbuchse mit Nachweis nach DIN EN ISO 15848-1, Sitzleckrate A nach DIN EN 12266-1; M2 – Stopfbuchse mit PTFE- oder Graphitpackung; sonst Graphitpackung.
- Schrauben: kritisch – Dehnschaftschrauben oder Nachweis der Flächenpressung nach DIN EN 1591-1 mit kontrolliertem Anziehen; sonst Sechskantschrauben.
- Isolierbedarf: TS ≥ 60 °C erforderlich (Berührungsschutz, Oberfläche ≤ 60 °C); Heiz-, Heiß- und Trinkwasser ab 30 °C nach GEG Anlage 8; TS < 12 °C erforderlich (Taupunkt, Dampfbremse); 40–60 °C empfohlen. GEG-Dicke bei λ = 0,035 W/(m·K) aus dem Innendurchmesser: bis 22 mm → 20 mm, bis 35 mm → 30 mm, bis 100 mm → di auf 10 mm aufgerundet, darüber 100 mm.
- Regelwerk-Vorschlag: bis 0,5 bar kein Druckgerät (Abgas nach DIN EN 1443 / 1856); darüber DIN EN 13480-3, alternativ AD 2000, bei ASTM-Werkstoffen ASME B31.3.
Grenzen
- Die Eignung ist eine ASEING-Vorauswahl aus allgemein zugänglichen Herstellerangaben, keine Beständigkeitsprüfung. Jede Aussage trägt eine Kennung; noch nicht fachlich bestätigte Regeln zeigt das Werkzeug mit „Regel noch nicht fachlich geprüft“.
- Die DGRL-Kategorie ist ein Vorschlag; die Grenzlinien gelten nach den Diagrammen im Amtsblatt. Anmerkungen zu instabilen Gasen wertet der Rechner nicht aus – solche Medien gesondert einstufen.
Hintergrund nach DGRL 2014/68/EU Art. 4, DGRL Anhang II, TRGS 201 Anhang 3 (DIN 2403), Wagner: Rohrleitungstechnik (Leseprobe)
Umrechner DN, Schedule, PN/Class und Werkstoffe
Vier Reiter verbinden die europäische und die amerikanische Welt: DN ↔ NPS, Schedule ↔ Wanddicke, PN ↔ Class mit Rating und Werkstoff ↔ ASTM. Alle Daten stammen aus dem Rohrklassenrechner. Die Maßtabelle steht in Kapitel 07.
So wird gerechnet
- DN ↔ NPS: Suche nach DN („DN 100“), NPS („4"“, „1 1/2"“) oder Außendurchmesser. Ohne Kennung trifft eine Zeile bei gleicher DN, gleichem NPS-Text oder einem Außendurchmesser innerhalb ±0,6 mm (Hygienerohr ±0,3 mm). Gleiche DN heißt nicht gleicher Außendurchmesser: DN 65 = 76,1 mm (EN) bzw. 73,0 mm (ASME), DN 125 = 139,7 bzw. 141,3 mm.
- Schedule ↔ Wanddicke: alle Schedules einer Größe mit Innendurchmesser d − 2t und Stahlgewicht 7850 · π/4 · (d² − di²) · 10−6 kg/m. Zu einer eingegebenen Wanddicke nennt der Rechner die nächstliegende Schedule und die nächste genormte EN-Wanddicke.
- PN ↔ Class: Rating der Werkstoffgruppe über der Temperatur, linear interpoliert; Class 150 und 300 aus eigenen Tabellen, höhere Classes als Vielfaches von Class 300. Gewählt wird die kleinste Class, deren Rating den benötigten Druck erreicht.
- Werkstoff ↔ ASTM: Teiltextsuche in Werkstoffnummer, Kurzname, alten Namen und Rohrnorm; Anzeige des vergleichbaren ASTM-Rohr-, Formstück- und Flanschwerkstoffs.
| °C | 38 | 100 | 200 | 300 | 425 |
|---|---|---|---|---|---|
| Class 150 | 19,6 | 17,7 | 13,8 | 10,2 | 5,5 |
| Class 300 | 51,1 | 46,6 | 43,8 | 39,8 | 28,8 |
| Class | Faktor zu Class 300 | PN-Bezeichnung |
|---|---|---|
| 150 | eigene Tabelle | PN 20 |
| 300 | 1 | PN 50 |
| 400 | 4/3 | PN 68 |
| 600 | 2 | PN 110 |
| 900 | 3 | PN 150 |
| 1500 | 5 | PN 260 |
| 2500 | 25/3 | PN 420 |
Hinterlegte Gegenstücke (Auswahl): 1.0345 P235GH → A106 Gr. B · 1.4301 → TP304 · 1.4307 → TP304L · 1.4401 → TP316 · 1.4404 → TP316L · 1.4541 → TP321. „Vergleichbar“ heißt ähnliche Zusammensetzung, nicht gleichwertig: Festigkeitskennwerte, Prüfumfang und Zulassung unterscheiden sich.
Grenzen
- Ratings für die Gruppen 1.1 und 2.1 bis 2.4 von 38 bis 425 °C; unter 38 °C gilt der 38-°C-Wert, über 425 °C gibt der Rechner kein Rating aus. Class 400 = 4/3 · Class 300.
- Class 150 und PN 16 bzw. Class 300 und PN 40 sind nicht verbindbar (andere Lochkreise). Kein EN-1092-1-Rating, keine Flanschmaße.
- Schedules mit „S“ gelten nur für nichtrostende Rohre (ASME B36.19).
Hintergrund nach Project Materials: EN 10220 / ISO 1127, Project Materials: ASME B36.10/B36.19, Wermac: ASME B16.5 Ratings, Engineering ToolBox: PN und Class, Global Seamless: EN 10216
Kennzeichnungs-Generator
Der Generator setzt Kennzeichen nach DIN 2403, KKS, AKS und RDS-PP zusammen und prüft ihren Aufbau. Er ist eine Simulation für die Lehre, nicht für die Kennzeichnung im Betrieb. Die Systeme erklärt Kapitel 03.
DIN 2403 – Rohrleitungsband
Ringe: n = max(2; ⌈L/10 m⌉ + 1) + Anzahl Armaturen und Durchführungen
Bandlänge je Ring: π · da + 30 mm Überlappung (da inkl. Dämmung)
Band gesamt: n · Bandlänge
Beispiel: 40 m Leitung, da 60,3 mm, 4 Armaturen → 5 + 4 = 9 Ringe zu je 219 mm, zusammen 2,0 m Band. Bandbreite (Richtwert des Rechners): 76 mm, mit Zusatzfarbe 100 mm. Die Gruppe wird gesetzt, wenn der Stoffname eindeutig in der kurzen Beispielliste steht; sonst wählt die Planung sie selbst. Gefahrstoffe zusätzlich mit GHS-Piktogrammen kennzeichnen. Die Bildschirmfarben sind Näherungen der RAL-Töne.
KKS, AKS, RDS-PP
- KKS: Formatprüfung Stufe 0 (Gesamtanlage, 1 Zeichen) · Vorzahl · Stufe 1 Funktion (N)AAANN · Stufe 2 Aggregat AANNN(A) · Stufe 3 Betriebsmittel AANN; Stufen 2 und 3 dürfen fehlen. Eine einzelne Ziffer vor dem ersten Funktionsbuchstaben deutet der Rechner als Vorzahl, ein Buchstabe als Gesamtanlage. Ein Punkt kennzeichnet die Einbauort-Kennzeichnung. Klartexte aus einem Auszug der Schlüssel; die Kennbuchstaben werden nur formal geprüft.
- AKS: Beispielaufbau mit 11 Ebenen und 29 Stellen (Land, Ort, Gebäude, Geschoss, Dokumentationsstand, Kostengruppe DIN 276, Anlage, Baugruppe, Betriebsmittel, Datenpunkt). Geprüft wird die Stellenzahl je Ebene. Maßgebend ist die AKS-Richtlinie der Bauherrschaft.
- RDS-PP / DIN EN IEC 81346: Vorzeichen „=“ Funktion, „−“ Produkt, „+“ Ort, vorangestellt optional „#“ für die Anlagenzuordnung (Annahme – die Schreibweise legt die Richtlinie des Betreibers fest). Geprüft werden Vorzeichen und Großschreibung, nicht die Klassen-Kennbuchstaben.
Grenzen
Keine Normtexte und keine VGB-Schlüsselliste. Verbindlich sind die aktuelle DIN 2403, der Schlüsselteil der VGB-S-811-01, DIN EN IEC 81346 mit ISO 81346-10 und die Richtlinie der Bauherrschaft.
Gruppen, Farben und Schlüsseltexte nach Wikipedia: DIN 2403 und Wikipedia: Kraftwerk-Kennzeichensystem (CC BY-SA 4.0), verallgemeinert; TRGS 201 Anhang 3, Wikipedia: IEC 81346
Scanprojekt-Schätzer
Der Schätzer ermittelt für ein Laserscan-Projekt Scanpositionen, Tage vor Ort, Registrierung, Datenmenge und Modellierungsstunden. Sie erhalten eine Spanne als unverbindliche Schätzung, kein Angebot. Ablauf und Gerätetechnik beschreibt Kapitel 13.
So wird gerechnet
m² je Scanposition = Richtwert des Objekttyps ÷ Faktor Detailgrad
Positionen Fläche posF = ⌈Grundfläche · Ebenen ÷ m² je Scan⌉
Zusatzpositionen = Treppenhäuser · Podeste · 2 + (Behälter + Apparate) · Ebenen · Scans je Apparat
Positionen = round(posF · fmin bzw. fmax) + Zusatzpositionen
Scans je Tag und Team = ⌊9 h · 60 ÷ (min je Scan + Umsetzen/10)⌋
Tage vor Ort = ⌈Positionen ÷ Scans je Tag ÷ Teams · 2⌉ ÷ 2 + 0,5
Übernachtungen je Person = ⌈Tage⌉ + 1
Registrierung [h] = 2 h + Positionen ÷ 9,5
Rohdaten [GB] = Positionen · GB je Scan (mit Farbe × 1,5)
Tage werden auf halbe Tage aufgerundet, dazu kommt pauschal ein halber Tag. Umsetzen und Aufbauen: 2 min je 10 Scans.
| Scanzeit-Stufe | Auflösung / Qualität | min ohne Farbe | min mit Farbe | GB je Scan ohne Farbe | Herkunft |
|---|---|---|---|---|---|
| Übersicht – schnell | 1/8, 3x | 1 | 1,5 | 0,1 | Herstellerangaben eines gängigen Phasenvergleichsscanners |
| Übersicht – Standard | 1/8, 3x | 2 | 4 | 0,1 | Erfahrungswert ASEING |
| Optimiert – schnell | 1/5, 3x | 1,7 | 2,2 | 0,25 | Herstellerangaben eines gängigen Phasenvergleichsscanners |
| Optimiert – Standard (Vorgabe) | 1/5, 3x | 4 | 6 | 0,25 | Erfahrungswert ASEING |
| Hoch – schnell | 1/4, 3x | 2,3 | 2,8 | 0,5 | Herstellerangaben eines gängigen Phasenvergleichsscanners |
| Hoch – Standard | 1/4, 3x | 7 | 9 | 0,5 | Erfahrungswert ASEING |
| Sehr hoch – schnell | 1/2 | 6 | 6,5 | 1,0 | Richtwert |
| Sehr hoch – Standard | 1/2 | 12 | 14 | 1,0 | Erfahrungswert ASEING |
| Objekttyp | m² je Scan |
|---|---|
| Industrieanlage, dicht verrohrt | 12 |
| Technikzentrale | 15 |
| Wohnhaus / Altbau | 20 |
| Bürogebäude / Innenräume | 25 |
| Halle, wenig verbaut | 60 |
| Außenanlage / Fassade | 150 |
| Grundlage der Schätzung | fmin | fmax |
|---|---|---|
| Pläne / Fotos, ohne Begehung | 1,0 | 2,0 |
| Unterlagen ausgewertet | 0,9 | 1,5 |
| nach Begehung vor Ort | 0,85 | 1,25 |
Modellierung
| Position | Einheit | h je Einheit |
|---|---|---|
| Rohrleitung bis DN 50 / über DN 50 | m | 0,30 / 0,20 |
| Armatur / Messstelle | Stk. | 0,30 / 0,20 |
| Behälter, Apparat, Pumpe – Grundkörper | Stk. | 0,5 – 1,0 |
| Großer Apparat / Kolonne – Grundkörper | Stk. | 1,0 |
| Stutzen | Stk. | 0,17 |
| Stahlbau: Stütze / Träger | Stk. | 0,25 / 0,15 |
| Treppe / Leiter | Stk. | 2,0 / 1,0 |
| Geländer / Kabeltrasse | m | 0,03 / 0,05 |
| 2D-Grundrisse und Schnitte | 100 m² | 4,0 |
| Isometrie ausgeben (mit Prüfen und Abstimmen) | Leitung | 4,0 |
- Mengengerüst: erkannt aus den Unterlagen, von Hand eingetragen oder als Vorschlag aus der Fläche (Richtwerte je 100 m² Geschossfläche und Objekttyp, z. B. Industrie: 4 Leitungen, 60 m Rohr, 12 Armaturen je 100 m²). Ohne Rohrlänge gilt 15 m je Leitung; Anteil bis DN 50 Vorgabe 40 %.
- Stahlbau aus Fläche A und Raster r (Vorgabe 6 m): Stützen ⌈1,3·A/r²⌉, Träger ⌈2,6·A/r²⌉, Geländer 4·√A.
- Software zur Rohrerkennung: Der Rohrleitungsanteil (Rohr und Armaturen, ohne Messstellen) wird mit dem Faktor 0,5 angesetzt; mit Faktor 1 entfällt der Abzug.
- Zuschläge auf die Modellierung: Kontrolle, Bereinigung, Übergabe 10 %; Abstimmung und Revision 75 % (wählbar); dazu Isometrien je Leitung.
Beispiel mit den Vorgaben
| Industrieanlage, 400 m², 2 Ebenen, Standard, Farbe, Optimiert – Standard, ohne Begehung | Wert |
|---|---|
| Positionen aus Fläche: ⌈800 ÷ 12⌉ | 67 |
| Scanpositionen (× 1,0 … 2,0) | 67 – 134 |
| Scans je Tag: ⌊540 ÷ 6,2⌋ | 87 |
| Tage vor Ort / Übernachtungen | 1,5 – 2,5 / 3 – 4 |
| Registrierung | 9 – 16 h |
| Rohdaten (0,38 GB je Scan) | 25 – 51 GB |
Unterlagen auswerten (mit Kundenkonto)
PDF (Text der ersten 60 Seiten, optional Texterkennung für bis zu 8 Seiten), Fotos, ZIP und PCF werden im Browser gelesen. Der Schätzer erkennt Planarten über Stichworte (deutsch, englisch, niederländisch), Blattformat und Maßstab, Leitungs-, Aggregat- und Messstellenkennzeichen sowie Stutzenzahlen aus Stutzenlisten. Leitungen = Zahl der Isometrien, sonst Zahl der erkannten Leitungsnummern. Erkannte Werte sind gekennzeichnet und bleiben änderbar.
Grenzen
- Nicht enthalten: Anfahrt, Absperrungen, Ex-Bereiche, Zugangstechnik, Vermessung von Passpunkten.
- Über 15 Tage vor Ort empfiehlt der Schätzer Abschnitte oder ein zweites Team.
- Fehlen Stutzenzahlen, ist die Modellierungszeit zu niedrig – der Schätzer weist darauf hin.
Scanprojekt-Schätzer ›3D-Laserscanning ›
Grundlage: Projekterfahrung der A. Seitz Ingenieur GmbH; Scanzeiten der Stufen „schnell“ nach öffentlich zugänglichen Herstellerangaben eines gängigen Phasenvergleichsscanners
Katalog aus Herstellerdaten
Das Werkzeug las Armaturenkataloge als PDF und bereitete daraus einen Plant-3D-Katalog mit einheitlichen Grundkörpern vor. Seit dem 13.10.2026 führt die Seite zum Katalog-Builder. Hier sind die Erkennungsregeln und Grundkörper als Verfahren beschrieben.
So wird erkannt
- Gelesen wird die Textebene von PDF-Dateien (auch in ZIP), höchstens 150 Seiten je Datei. Seiten mit weniger als 40 Zeichen gelten als „ohne Text“.
- Bauart je Seite: Für jede Bauart werden Stichworte (deutsch und englisch) gezählt; die Bauart mit den meisten Treffern gilt für die ganze Seite. Vorrang: 3-Wege-Kugelhahn vor Kugelhahn und 3-Wege-Ventil, 3-Wege-Ventil vor Durchgangsventil. Seiten ohne Treffer werden übergangen.
- Merkmale: Nennweite DN 4–4000, PN, ASME Class 150–2500, Werkstoff (Werkstoffnummern, Gusssorten, ASTM, Kunststoffe), Baulänge nach EN 558 (Grundreihe), Anschluss (Flansch, Zwischenflansch, Schweißende, Einschweißmuffe, Gewinde, Clamp, Milchrohr, Aseptik, Press) und Antrieb (Hebel, Handrad, Getriebe, pneumatisch, elektrisch, Feder).
| Bauart | ValveBodyType | SKEY | Anschlüsse | Maße |
|---|---|---|---|---|
| Kugelhahn | Ball | VB… | 2 | L, D |
| 3-Wege-Kugelhahn | Ball | V3… | 3 | L, D, L3 |
| Schieber | Gate | VT… | 2 | L, D |
| Durchgangsventil | Globe | VG… | 2 | L, D |
| Absperrklappe | Butterfly | VY… | 2 | L, D |
| Rückschlagarmatur | Check | CK… | 2 | L, D |
| Membranventil | Diaphragm | VD… | 2 | L, D |
| Hahn (Küken) | Plug | VP… | 2 | L, D |
| Schrägsitzventil | InclinedSeat | VG… | 2 | L, D |
| Nadelventil | Needle | VN… | 2 | L, D |
| Eckventil | Corner | AV… | 2 | L1, L2, D |
| Sicherheits-/Überströmventil | Relief | AR… | 2 | L1, L2, D |
| 3-Wege-Ventil | MultiPort | V3… | 3 | L, D, L3 |
Vom R&I-Symbol zum 3D-Körper: Die Form folgt dem R&I-Symbol, die Maße kommen aus den Herstellerunterlagen. Dreiecke werden zu Kegeln von den Anschlüssen zur Mitte, der Kreis wird zur Kugel, der Punkt zur kleinen Kugel, der Strich zur Klappenscheibe. Maße je Größe sind Baulänge (EN-558-Grundreihe oder Herstellertabelle) und Anschlussdurchmesser (Flansch- bzw. Rohraußendurchmesser). Antriebe bleiben eigene Bauteile und werden je Nennweite zugeordnet. Das Auslesen der Maßtabellen ist ein Bearbeitungsschritt bei ASEING.
Grenzen
Alle Merkmale einer Seite gehören zu einer Bauart; Sammelkataloge mit mehreren Bauarten je Seite sind von Hand nachzuarbeiten. Gescannte PDF ohne Textebene werden nicht gelesen.
Katalog-Builder ›Rohrklassenkataloge ›
Grundlage: ASEING-Katalogstandard; Baulängen nach EN 558 (Grundreihen) bzw. Herstellerangaben
Quellen und Normen
Öffentliche Quellen
- KSB: Kreiselpumpen-Handbuch und Moody-Diagramm
- Wikipedia: Rohrreibungszahl, Darcy friction factor formulae
- TU Graz: Stoffwerte von Wasser und Luft
- Çengel, Tab. A-3: Properties of saturated water
- Hydraulic Institute: Sat. Properties for Water
- CFD-Online: Sutherland’s law (Luft)
- COMSOL CFD Module: Sutherland-Parameter (Stickstoff)
- Tyfocor L: Datenblatt Propylenglykol
- Atlas Copco: Druckluftleitungen dimensionieren
- Swiss Steel: Datenblatt 1.4571
- thyssenkrupp: Werkstoffdatenblatt 1.4571
- Aurubis: Datenblatt Cu-DHP
- GF Piping Systems: Systemspezifikation PVDF (SYGEF)
- GF Piping Systems: Systemspezifikation PVC-U
- KRV: Verlegung mit Biegeschenkel
- Piping World: ASME B31.3 Verschiebungsspannung (E bei Einbautemperatur)
- Engineering ToolBox: Minor loss coefficients
- Tyfocor GE: Datenblatt
- Sikla: Rohrleitungstechnik
- Swiss Steel: 1.4404, 1.4462, 1.4301
- Engineers Edge: Guided Cantilever, whatispiping
- Witzenmann: Montageanleitung Kompensatoren
- TRR 100, Erläuterungen zu 6.22
- SST Systems: EN 13480-3 Gl. 12.3.2-1
- CodeCogs: Balkenformeln, structuralbasics
- Rockwool: EPD Mineralwolle
- EN 13480-3 Entwurf prA5
- HS Mittweida: AD 2000 / EN 13445
- Alleima: Druckberechnung EN 13480
- Engineering ToolBox: ASME B31.3
- PE100+ Association, GF Piping Systems, Engineering ToolBox: EN 1452
- Landefeld: Kupferrohr, Alfa Laval: DIN 11850
- KVT: Flanschmaße EN 1092, KSB: Flanschnorm
- Wermac: ASME B16.5, Engineering ToolBox: PN und Class
- Project Materials: EN 10220, ASME B36.10/19
- DGRL Art. 4, Anhang II
- TRGS 201 Anhang 3
- Wikipedia: DIN 2403, Kraftwerk-Kennzeichensystem, IEC 81346 (CC BY-SA 4.0)
Normen und Regelwerke (Bezug)
- DIN EN 13480-3 · DIN EN 13445-3 Anhang O
- AD 2000-Merkblätter B0, B1, B2, B3, B9
- DIN 2413-1 (zurückgezogen)
- ASME B31.3 · ASME B16.5 · ASME B36.10 / B36.19M
- DIN EN 10220 · DIN EN ISO 1127 · DIN EN 10216 / 10217 · DIN EN 10253-2, -4
- EN ISO 15494 · DIN 8074 bis 8077 · DVS 2205 · EN 1452
- DIN 11850 · DIN EN 10357 · DIN 11851 · DIN 11852 · DIN 11864 · DIN 32676
- DIN EN 1057 · DIN EN 1254
- DIN EN 1092-1 · ISO 7005-1 · EN 1759-1 · DIN EN 1514-1, -2, -6 · DIN EN 1591-1
- ISO 261 · ISO 4014 · ISO 4017 · ISO 4032 · ISO 7089
- DIN EN ISO 15848-1 · DIN EN 12266-1 · EN 558
- Richtlinie 2014/68/EU · GEG Anlage 8 · TA Luft · DIN EN 1443 · DIN EN 1856
- DIN 2403 · TRGS 201 · VGB-S-811-01 · DIN EN IEC 81346-1, -2 · ISO/TS 81346-10 bzw. ISO 81346-10:2022 · DIN 276
Stand Oktober 2026 · Rechenverfahren der Rechnerversionen: Rohrklassenrechner 1.47.1 · Rechner Druckverlust, Wärmedehnung, Rohrleitungsgewicht, Umrechner und Kennzeichnung im Rechenstand 2026-10-17 (geprüft mit 20 Testfällen und 85 Einzelprüfungen gegen eine unabhängige Referenzrechnung, Prüfbericht der Online-Rechner) · Scanprojekt-Schätzer Stand 12.10.2026.

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Normenstand zu dieser Seite 27 Normen · Recherche September 2026
| Norm | Inhalt | Aktuelle Ausgabe | Ersetzt / Nachfolger |
|---|---|---|---|
| DIN EN 13480 | Metallische industrielle Rohrleitungen | DIN EN 13480-1 bis -6 und -8:2024-12; Teil 7 als DIN CEN/TR 13480-7:2022-08 | ersetzt Ausgaben 2017-12 mit Änderungen A1 ff. |
| ASME B31.3 | Process Piping | ASME B31.3-2024 | ersetzt ASME B31.3-2022 |
| DIN EN 10220 | Nahtlose und geschweißte Stahlrohre – Allgemeine Tabellen für Maße und längenbezogene Masse | DIN EN 10220:2003-03 | ersetzt DIN V ENV 10220:1994-02; DIN 2448:1981-02; DIN 2458:1981-02 |
| ASME B36.10 (bis 2018: B36.10M) | Welded and Seamless Wrought Steel Pipe | ASME B36.10-2022 | ersetzt ASME B36.10M-2018 |
| DIN EN ISO 1127 | Nichtrostende Stahlrohre – Maße, Grenzabmaße und längenbezogene Masse | DIN EN ISO 1127:2019-03 | ersetzt DIN EN ISO 1127:1997-03 |
| ASME B36.19 (bis 2018: B36.19M) | Welded and Seamless Wrought Stainless Steel Pipe | ASME B36.19-2022 | ersetzt ASME B36.19M-2018 |
| DIN 8074 | Rohre aus Polyethylen (PE) – PE 80, PE 100 – Maße | DIN 8074:2023-10 | ersetzt DIN 8074:2011-12 |
| DIN EN 13480-3 | Metallische industrielle Rohrleitungen – Teil 3: Konstruktion und Berechnung | DIN EN 13480-3:2024-12 | ersetzt DIN EN 13480-3:2017-12; DIN EN 13480-3/A1:2021-05; DIN EN 13480-3/A2:2020-12 |
| AD 2000-Merkblatt B 1 | Zylinder- und Kugelschalen unter innerem Überdruck (Anlage 1: Berechnung von Rohrbiegungen und Bögen) | AD 2000-Merkblatt B 1:2000-10 (mit B 1 Anlage 1:2025-06) | ersetzt AD B 1:1986-06 (Grundblatt); AD 2000-Merkblatt B 1 Anlage 1:2006-05 (durch Anlage 1:2025-06) |
| DIN 2413-1 | Stahlrohre – Berechnung der Wanddicke von Stahlrohren gegen Innendruck | zurückgezogen | heute: DIN 2413:2011-06 (heute 2020-04, nur Hydraulik) und DIN EN 13480-3 (Ersatz 2002-08; heute 2024-12) |
| DIN EN ISO 15494 | Kunststoff-Rohrleitungssysteme für industrielle Anwendungen – PB, PE, PE-RT, PE-X, PP | DIN EN ISO 15494:2021-05 | ersetzt DIN EN ISO 15494:2019-01 |
| DIN EN 1057 | Nahtlose Rundrohre aus Kupfer für Wasser- und Gasleitungen (Sanitär/Heizung) | DIN EN 1057:2010-06 | ersetzt DIN EN 1057:2006-08 |
| DIN 2413 | Wanddickenberechnung Stahlrohre | DIN 2413:2020-04 (nur Hydraulikrohre) | ersetzt DIN 2413-1 und -2:1993-10 (zurückgezogen; für Rohrleitungen gilt DIN EN 13480-3:2024-12) |
| DIN 11864-1 | Armaturen aus nichtrostendem Stahl für Aseptik, Chemie und Pharmazie – Teil 1: Verschraubungen | DIN 11864-1:2025-04 | ersetzt DIN 11864-1:2017-10 |
| AD 2000-Merkblatt B 9 | Ausschnitte in Zylindern, Kegeln und Kugeln | AD 2000-Merkblatt B 9:2023-03 | ersetzt AD 2000-Merkblatt B 9:2009-03 (Vorgängerausgabe laut Ausgabenfolge; kein Ersatzvermerk in der Ausgabe 2023-03) |
| DIN EN 1591-1 | Flansche und ihre Verbindungen – Regeln für die Auslegung von Flanschverbindungen – Teil 1: Berechnung | DIN EN 1591-1:2026-02 | ersetzt DIN EN 1591-1:2014-04 |
| DIN EN 13445-3 | Unbefeuerte Druckbehälter – Teil 3: Konstruktion | DIN EN 13445-3:2021-12 | ersetzt DIN EN 13445-3:2018-12; DIN EN 13445-3/A5:2019-04; DIN EN 13445-3/A6:2019-06 |
| DIN EN 1092-1 | Flansche und ihre Verbindungen – Runde Flansche nach PN – Teil 1: Stahlflansche | DIN EN 1092-1:2018-12 | ersetzt DIN EN 1092-1:2013-04; DIN EN 1092-1 Berichtigung 1:2014-08 |
| ASME B16.5 | Pipe Flanges and Flanged Fittings NPS 1/2 through NPS 24 Metric/Inch | ASME B16.5-2025 | ersetzt ASME B16.5-2020 |
| Richtlinie 2014/68/EU (DGRL) | Druckgeräterichtlinie (Neufassung) | Richtlinie 2014/68/EU vom 15. Mai 2014 (ABl. L 189 vom 27.6.2014) | ersetzt Richtlinie 97/23/EG (abgelöst zum 19.07.2016) |
| DIN 2403 | Kennzeichnung von Rohrleitungen nach dem Durchflussstoff | DIN 2403:2025-12 | ersetzt DIN 2403:2018-10 |
| DIN 276 | Kosten im Bauwesen | DIN 276:2018-12 | ersetzt DIN 276-1:2008-12; DIN 276-4:2009-08; DIN 277-3:2005-04 |
| DIN EN IEC 81346-1 | Strukturierungsprinzipien und Referenzkennzeichnung – Teil 1: Allgemeine Regeln | DIN EN IEC 81346-1:2024-07 | ersetzt DIN EN 81346-1:2010-05 |
| DIN EN IEC 81346-2 | Strukturierungsprinzipien und Referenzkennzeichnung – Teil 2: Klassifizierung von Objekten und Kennbuchstaben | DIN EN IEC 81346-2:2020-10 | ersetzt DIN EN 81346-2:2010-05 |
| VGB-S-811-01 (KKS) | KKS Kraftwerk-Kennzeichensystem – Richtlinie und Schlüsselteil | VGB-S-811-01-2018-01-DE (8. überarbeitete Ausgabe 2018) | ersetzt VGB-B 105 |
| DIN EN 558 | Industriearmaturen – Baulängen von Armaturen aus Metall in Rohrleitungen mit Flanschen | DIN EN 558:2022-09 | ersetzt DIN EN 558:2017-05 |
| DIN EN 10253-2 | Formstücke zum Einschweißen – Teil 2: Unlegierte und legierte ferritische Stähle mit besonderen Prüfanforderungen | DIN EN 10253-2:2026-07 | ersetzt DIN EN 10253-2:2021-11 |
Recherche bei DIN Media, ISO, IEC und ASME, Stand September 2026. Vor verbindlicher Anwendung bitte die aktuelle Ausgabe beim Normenherausgeber prüfen. Übersicht aller Normen: Anlagenbau-Infobase · Normenstand.