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Software und Anwendung für AutoCAD Plant 3D · Autodesk Authorized Training Center · Frankfurt am Main +49 69 9450725-0 · vertrieb@seitz-ingenieure.de

Anlagenbau-Infobase · Kapitel 11 von 14

Planen mit CAD

Ziele: Planungsfehler vermeiden, Kontroll- und Freigabeabläufe einhalten, Vorgaben einfordern und umsetzen, möglichst wenige Revisionsstände erzeugen.

Überblick

Apparatekonstruktion
Berechnung und Konstruktion von Apparaten und Maschinen nach Funktion, Festigkeit, Werkstoff, Temperatur, Korrosion und Verschleiß.
Anlagenplanung
Auswahl, Auslegung und Zusammenschaltung aller Apparate, Maschinen, Rohrleitungen und Ausrüstungen, die für ein Produkt nötig sind.
Betriebstechnik
Das „Fahren“ der Anlage unter Beachtung von Produktqualität, Sicherheit, Kosten sowie Personal-, Energie- und Materialeinsatz.
Mess- und Regelungstechnik
Überwachen, Messen und Einstellen der Stoff- und Prozessgrößen in allen Verfahrensschritten.
Simulationstechnik
Nachbildung von Prozessen und Anlagen am Rechner, um teure oder langwierige Versuche zu sparen.
Sicherheitstechnik
Schutz von Menschen, Umwelt, Produktionsabläufen und Produkten.

Projektbeteiligte und Eskalation

Im Laufzettel werden alle Beteiligten mit Zuständigkeit genannt: Besteller, Budgetverantwortlicher, Projektverantwortlicher, Projektleiter, Projektbearbeiter. Steuergrößen sind immer Kosten, Zeit und Qualität.

Eskalation: Widersprechen Kundenanweisungen den eigenen Qualitätsrichtlinien, vor dem Weiterarbeiten eine Projektbesprechung einberufen. Sind falsche Ergebnisse zu erwarten, die Vorgesetzten informieren; diese müssen das Vorgehen freigeben.

Checklisten

Projektstruktur vorprüfen

  • Richtige, freigegebene Vorlage verwendet
  • Pfade zu Ordnern und Vorlagedateien stimmen
  • Layouts freigegeben
  • Stück- und Materiallisten verfügbar und freigegeben
  • Symbolbibliothek freigegeben
  • Rohrklassen freigegeben
  • Festgelegte Projektstruktur vorhanden

Ergebnis in der Checkliste Projekteinrichtung dokumentieren und in der Projektmappe ablegen. Fehlen Vorgaben, alle abgegebenen Dokumente mit „Muster zur Prüfung“ kennzeichnen.

Verfahrensschemata

  • Symbole nur bei Apparaten skalieren, möglichst vermeiden
  • Zwischen Zeichnungen nur mit Basispunkt kopieren
  • Beschriftungen nicht überzeichnen
  • Keine AutoCAD-Texte als Beschriftung; jede Beschriftung kommt aus der Objekteigenschaft
  • Jedes Symbol stammt aus einer Norm; Legendenblatt vorhanden
  • Tag-Vergabe bestätigen lassen

Katalogdaten und Rohrklasse

  • Größenbezeichnung als Bestelltext verwendbar
  • Nur Bauteile aus der Rohrklasse verwenden
  • Umgang mit fehlenden Bauteilen geklärt
  • Passbögen und gebogene Rohre zulässig?
  • Maße und Bestelltext stimmen überein
  • Katalogdaten bilden reale Bauteile ab, keine Pro-forma-Maße
  • Druckstufe und Maße beachtet

Verrohrung

  • Verfahrenstechnische Vorgaben beachtet oder erfragt
  • Beim Routen auf gerade Maße achten, nach Auto-Routing nachprüfen
  • Bedienbarkeit der Armaturen sichergestellt
  • Einbaubedingungen und Halterungen berücksichtigt
  • Hebelwirkungen und Torsion vermieden, Zug- und Druckbelastung beachtet
  • Freigabe vor benutzerdefinierten Bauteilen eingeholt
  • Trassen festgelegt, Bearbeitungsstatus der Leitung sichtbar

Kontrolle

  • Fertige Leitung testweise isometrieren (Tags, Anschlusspunkte, Bauteile)
  • Datenmanager mit Prüfansichten nutzen: Langbezeichnung (Größe), Tag-Struktur
  • Schraubenlängen nach dem ersten Setzen von Armaturen und Flanschen prüfen
  • Kundenvorgaben schriftlich, möglichst unterschrieben
  • Jede Leitung als Layout und Isometrie dokumentiert
  • Kollisionsprüfung durchgeführt
  • Nach interner Vorprüfung an den Verantwortlichen zur Freigabe
  • Keine Datenweitergabe direkt an Fertiger oder Kunden
  • Zeichnungsvergleich über DWF/PDF

Freigabe und Abgabe

  • Unterlagen prüfbar aufbereitet: Übersichten, alle Vorgabemaße bemaßt, Kollisionsprüfung
  • Zur Freigabe nur PDF versenden
  • Native Formate und Modelle erst nach Freigabe versenden
  • Schriftfeld vor Abgabe vollständig und korrekt

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